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Comeback von GM

Das US-Finanzministerium bereitet die Rückkehr des verstaatlichten Autokonzerns General Motors an die Börse vor.

Die Beratungsfirma Lazard Freres & Co. wurde mit der Vorbereitung des Börsengangs beauftragt. Ein entsprechendes Abkommen wurde bereits am Montag unterzeichnet, aber erst am Freitag bekanntgegeben. Lazard Freres wird im Lauf des kommenden Jahres monatlich 500'000 Dollar für seine Beratungstätigkeit erhalten.

Die US-Regierung hatte im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Insolvenzverfahrens 61 Prozent des Aktienkapitals an General Motors übernommen. Mit einem Börsengang würde die Regierung in Washington damit beginnen, einen Teil der insgesamt 50 Milliarden Dollar zurück zu erhalten, die sie in die Sanierung des einst grössten Autobauers der Welt gesteckt hatte. GM-Chef Ed Whitacre hat erklärt, dass er den Börsengang des Autobauers Ende 2010 oder Anfang 2011 erwartet.

Verschuldung um 40 Milliarden senken

Der Opel-Mutterkonzern General Motors hatte das Insolvenzverfahren im vergangenen Juli in einer Rekordzeit von 40 Tagen abgeschlossen. Das Unternehmen hatte die profitablen Marken und Firmenteile auf eine neue Gesellschaft übertragen, die die neue GM bildet und bislang nicht an der Börse notiert war. Zum Auffangen der Schuldenlast wurde das Unternehmen Motors Liquidation gegründet. Durch das Insolvenzverfahren konnte GM seine Verschuldung um 40 Milliarden US-Dollar senken. GM zahlte der Regierung bereits 6,7 Milliarden Dollar an Darlehen zurück.

Inzwischen hat der Autoriese aus Detroit nach langer Durststrecke wieder die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Die Opel-Mutter schloss das erste Quartal mit einem Gewinn von 865 Millionen Dollar ab, wie der Konzern am Montag mitteilte. Grund für die positive Bilanz seien strenge Sparmassnahmen und eine Absatzsteigerung bei neuen Modellen, hiess es. Der Umsatz betrug 31,5 Milliarden Dollar, vor Steuern und Zinsen lag das Ergebnis (EBIT) bei 1,7 Milliarden Dollar.

Gewinn prognostiziert

Das Europageschäft von GM verbuchte den Angaben zufolge ein Defizit von einer etwa 500 Millionen Dollar vor Zinsen und Steuern. GM North America hingegen steigerte sein EBIT im ersten Quartal auf 1,2 Milliarden Dollar. In den letzten drei Monaten 2009 war noch ein Verlust von 3,4 Milliarden Dollar angefallen. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert GM ebenfalls ein Ergebnis in der Gewinnzone.

ddp/sam

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