Coca-Cola kauft sich in Energy-Markt ein

Das Geschäft mit den Energydrinks von Coca-Cola harzt. Nun spannt der Getränkeriese mit der Red-Bull-Konkurrenz Monster zusammen.

Der US-Getränkeriese Coca-Cola kauft sich beim Energydrink-Hersteller Monster ein. Für 2,15 Milliarden Dollar übernehme Coca-Cola 16,7 Prozent der Anteile von Monster, teilten beide Unternehmen mit. Zudem gehen beide eine «strategische Partnerschaft» ein: Coke gibt seine Energydrink-Sparte mit Marken wie Powerade an Monster ab und bekommt dafür die Monster-Softdrink-Marken wie Peace Tea oder Hubert's Lemonade.

Fast zwei Jahre lang hatte Coca-Cola um den kalifornischen Energydrink-Hersteller Monster geworben. Während Monster mit seinen Energydrinks sehr erfolgreich ist und Red Bull aus Österreich Konkurrenz macht, ist Coca-Cola mit seinen eigenen Energydrinks nur mässig erfolgreich. Powerade, Full Throttle und Gladiator können nicht mit der Beliebtheit von Red Bull oder Monster mithalten.

Schub für schwächelnden Absatz

Der Einstieg bei Monster sei «ein effizienter Weg, unsere Beteiligung am schnell wachsenden und attraktiven Markt für Energy Drinks zu verstärken», erklärte Coca-Cola-Chef Muhtar Kent. Der Getränkeriese hat die Möglichkeit, in den kommenden Monaten, seine Beteiligung auf 25 Prozent auszubauen, wie die beiden Unternehmen mitteilten.

Künftig stellt Coca-Cola zudem zwei Mitglieder des Verwaltungsrats von Monster. Das Geschäft soll spätestens Anfang 2015 abgeschlossen sein. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Der nach eigenen Angaben grösste Getränkekonzern der Welt hofft durch die Zusammenarbeit neuen Schub für das zuletzt etwas schwächelnde Geschäft zu bekommen. Im zweiten Quartal ging der Umsatz um rund 1,4 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar zurück.

Kritik an Produkten

Coca-Cola kämpft gegen den schlechten Ruf seiner Getränke, nachdem mehrere Studien einen Zusammenhang zwischen regelmässigem Konsum von Softgetränken und Übergewicht oder Diabetes hergestellt hatten.

Auch Energydrinks stehen in der Kritik. Die Gesundheitsbehörden mehrerer Länder warnen vor gesundheitlichen Risiken der Getränke, die Koffein, Guarana oder Taurin oft in hohen Konzentrationen enthalten.

thu/sda

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