Coca-Cola ist nicht gleich Coca-Cola

Das Werk in Bolligen ist zwar gross mit Coca-Cola angeschrieben. Es gehört aber nicht dem weltgrössten Getränkekonzern, der Coca-Cola Company, sondern Coca-Cola Hellenic Bottling, die das Süssgetränk in Lizenz abfüllt.

Die Anlage in Bolligen wird geschlossen.

Die Anlage in Bolligen wird geschlossen.

(Bild: Keystone)

Mischa Stünzi

Die Anlage in Bolligen gehört der sondern Coca-Cola Hellenic Bottling, die das Süssgetränk in Lizenz abfüllt. Der Konzessionär, der grösste Europas, wurde im Jahr 2000 in Athen gegründet. Damals fusionierten die griechische Hellenic Bottling Company und die Londoner Coca-Cola Beverages. Unrühmliche Schlagzeilen schrieb das Unternehmen im Oktober 2012, als es – mitten in der Eurokrise – der griechischen Heimat den Rücken kehrte und den Hauptsitz an den Zugersee verlegte.

Obwohl das Unternehmen stets dementierte, es ziehe der Steuern wegen um, schätzten Experten den Steuerausfall für Athen damals auf mindestens 60 Millionen Euro pro Jahr. Die Coca-Cola Company, die Markeninhaberin aus Atlanta, ist mit 23 Prozent am Abfüller beteiligt.

Das Werk in Bolligen geht auf den Berner Max Stooss zurück. Er brachte die amerikanische Limonade 1936 erstmals auf den Schweizer Markt. Drei Jahre nach dem Start mit einer Abfüllanlage in Lausanne eröffnete Stooss ein Werk im Marzili. Die teilweise handbetriebene Maschine füllte nur gerade zweihundert Fläschchen in der Stunde ab. Aus Platznot zog das Unternehmen 1956 nach Köniz und acht Jahre später nach Bolligen. Das heutige Werk produziert in drei Schichten bis zu 30'000 Flaschen pro Stunde oder 150 Millionen Liter im Jahr

Der Bund

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