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Cablecom verliert erstmals Kunden

Die Cablecom hat zwischen Juli und September überraschend Kunden verloren.

Beim Internet sank die Zahl der Abonnenten um 3000 auf 477'000, in der Telefonie um 100 auf 308'000. Es ist das erste Mal, dass die Kabelnetzbetreiberin in diesen Bereichen unter dem Strich Kunden verliert. Beim schnellen Internet konnte sie in früheren Quartalen regelmässig mehr als 10'000 zusätzliche Kunden ausweisen.

Dass der Trend ausgerechnet in jenem Quartal kehrt, in dem die Cablecom ihre Kunden mit einem neuen Rechnungssystem in den Wahnsinn treibt, kommt nicht von ungefähr. Schuld dürfte aber nicht eine Flut an Kündigungen erboster Abonnenten sein, sondern vielmehr der Totalausfall des Kundendienstes im engeren Sinn. Nicht nur die Anfragen von bestehenden Kunden wurden wochenlang nicht bearbeitet, sondern auch jene von Neukunden. «Aufgrund der Probleme konnten wir praktisch keine Neukunden aufschalten», bestätigt Cablecom-Sprecher Hugo Wyler. Wie gross die Warteschlange ist – und ob sich allenfalls deutlich weniger Neukunden angemeldet haben –, ist noch nicht bekannt.

Kommt hinzu, dass Kündigungen erboster Abonnenten wohl kaum schneller verarbeitet worden sind als ihre Beschwerdebriefe. Selbst wenn im letzten Quartal mehr Kunden ihren Vertrag aufgelöst haben, dürfte die Cablecom davon noch gar nichts wissen. Das gesamte Ausmass des Schadens wird sich im nächsten Quartal zeigen. Dann dürften auch Schadenersatzforderungen ein Thema werden. (aba)

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