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Brack.ch stellt den Order Button ein

Vor zwei Jahren führte der Schweizer Onlinehändler einen Order Button ein. Jetzt beerdigt er diesen schon wieder.

Mit einem Klick ein Produkt bestellen: Order Button von Brack.ch.
Mit einem Klick ein Produkt bestellen: Order Button von Brack.ch.
Brack.ch

Waschmittel ausgegangen? Druckerpatrone leer? Mit dem Order Button von Brack.ch können Kunden mit einem Knopfdruck neue Produkte im Onlineshop bestellen. Das Gerät, welches Kunden für 30 Franken kaufen können, ist mit dem Internet verbunden und verfügt über vier Knöpfe. Jedem kann ein Produkt zugewiesen werden. Der Button funktioniert zusammen mit einer Smartphone-App.

Nur: Wirklich angekommen scheint der Button bei den Kunden nicht zu sein. Nachdem dieser erst 2016 mit dem Slogan «Heute drücken – morgen freuen» präsentiert worden war, stellt Brack.ch den Knopf per 30. Juni 2019 wieder ein. Kunden, die einen Button gekauft hatten, wurden dem Händler zufolge schriftlich informiert. Pro Button erhalten Kunden laut Brack.ch-Sprecher Daniel Rei einen Gutschein im Wert von 30 Franken – ihnen wird also der komplette Kaufpreis erstattet.

Zu wenig Umsatz mit Buttons

Die Umsätze mit dem Button seien zuletzt zwar gestiegen, sagt Brack.ch-Chef Marc Isler. Doch habe man isoliert betrachtet nicht die Reichweite erreicht, welche die Kosten für Unterhalt und Weiterentwicklung der Infrastruktur länger rechtfertigten. Deshalb habe man sich entschlossen, den Betrieb des Brack.ch-Order-Buttons einzustellen.

Man habe aber Erfahrungen gesammelt und neue Impulse zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses erhalten, so Isler. Am meisten seien über den Button Windeln, Rasierklingen, länger haltbare Lebensmittel sowie Tinten und Toner bestellt worden, fügt Brack.ch-Sprecher Rei hinzu.

Viele Buttons im Umlauf

«Was wir sicher auch gelernt haben, ist, dass diese Art der Nachbestellung keine ist, auf die ein grosser Teil der Bevölkerung angewiesen ist», ergänzt Sprecher Rei. Es sei zwar eine relativ grosse Anzahl Buttons im Umlauf, aber die Bestellfrequenz habe sich nicht in dem Mass erhöht, wie man sich vorgestellt habe.

Man werte das Projekt nicht als Niederlage oder Fehler. Wirtschaftliche Ziele zu erreichen, habe nicht im Vordergrund gestanden. «Kaufgewohnheiten ändern sich laufend. Wer die Innovation im E-Commerce vorantreiben will, muss Dinge ausprobieren, Mut zum Experimentieren haben. Und auch den Mut, Experimente zu beenden», so Chef Isler.

Grosses Vorbild

Brack.ch hatte sich bei seinem Button vom Onlinegiganten Amazon inspirieren lassen. Dieser hatte bereits 2015 einen sogenannten Dash Button in den USA eingeführt, 2016 kam dieser auf den deutschen Markt. In der Schweiz konnte man Amazons Knopf bis jetzt nicht nutzen. Amazons Button war mit 5 Euro günstiger als der Button von Brack.ch. Bei Brack.ch konnten allerdings die einzelnen Knöpfe des Buttons je nach Bedarf auf ein neues Produkt programmiert werden.

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