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Boni der US-Banker im freien Fall

Um 20 bis 50 Prozent sollen die Boni der Manager und Banker an der Wallstreet dieses Jahr fallen. Konzernchefs müssen gar mit einer Reduktion um 70 Prozent rechnen.

Dies sagen zwei neue Studien von Lohnexperten. Die jährliche Analyse von Johnson Associates basiert auf einer Umfrage bei Banken und Finanzinstituten sowie veröffentlichten Zahlen in Geschäftsberichten.

Gleichzeitig haben die neun grössten Banken des Landes, die von Staatsgeldern profitieren, damit begonnen, dem Generalstaatsanwalt des Staates New York, Andrew Cuomo, Zahlen abzuliefern, wie viel Boni sie dieses Jahr zu zahlen planen und was sie 2006 und 2007 ausbezahlt haben. Cuomo liess gestern vor den Medien durchblicken, dass er selbst eine Reduktion um 70 Prozent noch zu wenig finde, angesichts des finanziellen Desasters, in welche die Manager viele der Geldhäuser geführt haben.

Angestellte der Finanzbranche haben in den letzten Jahren der Boomwirtschaft von enormen Bonuszahlungen profitiert, die laut Cuomo die Bereitschaft nur erhöht hätten, die riskanten Geschäfte zu machen, die schliesslich zur Finanzkrise führten.

Allerdings erhielten fast alle einen grossen Teil des Bonus in Form von Aktien oder von Optionen des eigenen Unternehmens, die inzwischen oft fast keinen Wert mehr haben.

Laut Johnson Associates dürften die Bonusreduktionen die Topmanager deshalb am härtesten treffen, weil diese Zahlen in Geschäftsberichten veröffentlicht werden müssen und die meisten Unternehmen die unweigerliche öffentliche Entrüstung vermeiden wollen.

Trotz allem werden die Banker nicht gleich am Hungertuch nagen. Die Options Group hat ein paar Schätzungen veröffentlicht, was die Reduktionen je nach Berufsgruppe konkret bedeuten könnten: Geschäftsführer im Kreditbereich etwa müssen damit rechnen, nur noch 750'000 bis 950'000 Dollar Bonus zu erhalten, jene im Investmentbanking nur noch 900'000 bis 1,1 Millionen Dollar. Das alles zusätzlich zum regulären Salär, versteht sich. (rk)

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