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Börsen in Asien und Zürich zeigen erste Zeichen der Erholung

Nach Rettungspaketen, Teilverstaatlichungen und gesenkten Leitzinsen: Die Börsenzahlen von heute Morgen lassen vorsichtig hoffen.

UBS-Konzernchef tritt am 26. Februar 2008 mit sofortiger Wirkung zurück. Der ehemalige Credit Suisse-Chef Oswald J. Grübel übernimmt die Führung.
UBS-Konzernchef tritt am 26. Februar 2008 mit sofortiger Wirkung zurück. Der ehemalige Credit Suisse-Chef Oswald J. Grübel übernimmt die Führung.
Keystone
General Motors fährt einen Verlust von 31 Milliarden Dollar ein.
General Motors fährt einen Verlust von 31 Milliarden Dollar ein.
Keystone
Die Wellen der Depression schwappten bis nach Europa – und gaben dort den politischen Extremisten Aufwind. Eine Gruppe von Menschen steht am 13. Juli 1931 vor der in die Krise geratene Darmstädter und Nationalbank (Danatbank) in Berlin.
Die Wellen der Depression schwappten bis nach Europa – und gaben dort den politischen Extremisten Aufwind. Eine Gruppe von Menschen steht am 13. Juli 1931 vor der in die Krise geratene Darmstädter und Nationalbank (Danatbank) in Berlin.
Keystone
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In Tokio notierte das Börsenbarometer nur mit einem Verlust von 0,50 Prozent bei 9157,49 Punkten. Noch am Vortag war der Nikkei um mehr als 9 Prozent eingebrochen. Der breit gefasste Topix verbesserte sich dagegen um 0,68 Prozent auf 905,11 Punkte.

Auch an der Schweizer Börse konnte heute Morgen zunächst aufgeatmet werden. Der Swiss Market Index eröffnete um 112,88 Punkte höher. Die Bank-Aktien stiegen deutlich: UBS um 7,1 Prozent, Credit Suisse um 5,9 Prozent, Julius Bär um 7,5 Prozent. Die Papiere des Rückversicherers Swiss Re eröffneten um 5,6 Prozent höher.

Noch ein weiter Weg

Analysten gehen davon aus, dass die Börse und Wirtschaft vorerst schwach bleiben, solange die Immobilienpreise in den USA den Boden nicht erreicht haben und die Banken nicht vollständig rekapitalisiert sind. Das sei noch ein weiter Weg, zumal in den USA.

In Ländern wie Japan, die von der Finanzkrise nur indirekt betroffen sind, stelle sich die Frage, wie weit die Unternehmensbewertungen fielen, bevor sich der Einstieg lohne, sagte Martin Schulz, Ökonom beim Fujitsu Research Institute in Tokio.

Japans Unternehmen seien trotz eines Jahrzehnts an Reformen und Restrukturierungen und trotz enormer Bargeldbestände, nun zu «Schleuderpreisen» zu haben. Ebenso wie die Höhenflüge einer Finanzmarktblase werde auch diese Situation nicht lange anhalten.

Die Notenbank klotzt

Die japanische Zentralbank stellte dem Geldmarkt Liquidität in Rekordhöhe zur Verfügung gestellt. Den 17. Handelstag in Folge pumpte die Bank of Japan (BoJ) erneut in zwei Schritten 4,0 Billionen Yen (45 Milliarden Franken) in den Markt, um für Stabilität zu sorgen.

Auf diese Weise versucht die Zentralbank die Kosten für kurzfristige Kredite im Interbankengeschäft zu drücken, um die Banken dazu zu bewegen, sich gegenseitig mehr Mittel zu leihen.

SDA/oku

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