BLS mit markanter Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr

Die BLS hat im ersten Halbjahr 2013 den Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode auf 12,4 Millionen Franken mehr als vervierfacht. Dazu beigetragen haben ein umfangreiches Sparprogramm und steigende Erträge.

Das Bahnunternehmen BLS verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 einen markanten Gewinn.

Das Bahnunternehmen BLS verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 einen markanten Gewinn.

(Bild: Adrian Moser (Archiv))

Der Betriebsertrag stieg im ersten Semester um 14 Millionen Franken auf 469,6 Millionen Franken an, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Mehrerträge stammen insbesondere aus dem Personenverkehr, aber auch aus dem Güterverkehr und von höheren Abgeltungen.

Bei regionalen Personenverkehr nahm der Verkehrsertrag um 6,3 Millionen Franken (7,8 Prozent) zu. Diese Steigerung geht auf höhere Billettpreise und Anpassungen am Verteilschlüssel zurück. Die pro Person zurückgelegten Bahnkilometer hingegen nahmen um 1,6 Prozent ab.

Weiterhin negativ entwickeln sich die Erträge beim Autoverlad am Lötschberg und bei der Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee.

Der betriebliche Aufwand der BLS nahm wegen des Sparprogramms im ersten Halbjahr unterproportional um 5,4 Millionen Franken auf 445,5 Millionen Franken zu.

«Auf dem richtigen Weg»

Das Programm zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung zeigt laut BLS-CEO Bernard Guillelmon Wirkung. «Wir sind auf dem richtigen Weg», lässt sich Guillelmon in einer Mitteilung vom Dienstag zitieren. Allerdings dürfe das positive erste Semester nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen erst am Anfang seines Kostensenkungsprogramms stehe.

Aufwärts geht es inzwischen mit dem Gütertransportanbieter BLS Cargo. Nach dem Wegfall wichtiger Aufträge konnte BLS Cargo neue an Land ziehen. Im ersten Halbjahr 2013 kehrte die Güter-Tochter in die Gewinnzone zurück, wie schon Anfang Monat bekannt wurde.

Erwartungen gedämpft

Für das zweite Halbjahr dämpft die BLS-Führung aber die Erwartungen: sie erwartet Sondereffekte, die sich auf das Jahresergebnis auswirken dürften.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Bahnunternehmen mit 2,1 Millionen Franken einen Mini-Gewinn. Und auch der wurde nur möglich dank Sofortmassnahmen. Damit konnte die BLS-Führung nicht zufrieden sein. Es brauche nachhaltige Kostensenkungen, hiess es damals. Bis Ende 2015 will die BLS deshalb die Kosten um 50 Millionen Franken senken.

jur/sda

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