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Bis 60 im Cockpit

Die Fluggesellschaft Swiss will das Rentenalter der Piloten flexibler handhaben. Airline-Chef Harry Hohmeister begründet dies mit dem gesellschaftlichen Wandel. Doch dies ist nicht der einzige Grund.

Länger arbeiten: In einem Cockpit der Swiss.
Länger arbeiten: In einem Cockpit der Swiss.
Keystone

Wie die Zeitung «Der Sonntag» in einer Vorabmeldung berichtet, wird das Rentenalter der Swiss-Piloten flexibilisiert. Bisher wurde ein Pilot der Schweizer Airline mit 57 Jahren pensioniert, ab 2011 von Gesetzes wegen mit 58 Jahren. Für Swiss-Chef Harry Hohmeister ist dies nicht genug: «Die ganze Gesellschaft muss länger arbeiten, die Piloten werden dabei keine Ausnahme sein», sagt Swiss-Chef Harry Hohmeister gegenüber dem «Sonntag».

Neu heisst das Motto «58 plus». Spätestens mit 60 Jahren ist Schluss. Die Swiss spricht von freiwilligem Weiterarbeiten. «Aus meiner Sicht sind 60 Jahre vernünftig», sagt Hohmeister, «in anderen Ländern ist das Rentenalter 65 für Piloten üblich.» Zudem würden die meisten sowieso später in Pension gehen wollen, um Teil der Firmengemeinschaft und Gesellschaft zu bleiben.

Auf der Suche nach Personal

Das ist jedoch nicht der einzige Grund: Die Swiss ist aktiv auf der Suche nach Personal, um für die geplante Flottenerweiterung bereit zu sein und die angestaute Ferienschuld der Piloten abzubauen. Diese ist mittlerweile laut Henning Hoffmann, Geschäftsführer der Pilotengewerkschaft Aeropers, auf 30 Mannjahre angestiegen. Pro Pilot entspricht das etwa zehn nicht bezogenen Ferientagen.

Hohmeister bestätigt: «Wir bilden mit voller Kraft Piloten aus, pro Jahr 70 bis 100. Aber wir befinden uns in der Tat in einer Situation, in der wir zeitweise in Engpässe geraten.» Mit dem erhöhten Rentenalter werde sich die Situation entspannen, da man mehr Piloten zur Verfügung hat und es weniger Umschulungen brauche. Das flexiblere Rentenalter ist Teil einer Zwischenvereinbarung der Swiss und Aeropers, welche am Donnerstabend unterzeichnet wurde. Sie gilt bis Ende März als Übergangslösung, da die Gesamtarbeitsverhandlungen bisher erfolglos blieben.

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