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Bescherung im Briefkasten

Woche für Woche gewinnt Hans-Martin Hugentobler* Zehntausende von Franken – das jedenfalls suggerieren die Umschläge, die in seinem Briefkasten landen. Doch die Realität sieht anders aus.

Hinterlistige Versprechungen: Gesammelte «Gewinnbenachrichtigungen» aus dubiosen Quellen.
Hinterlistige Versprechungen: Gesammelte «Gewinnbenachrichtigungen» aus dubiosen Quellen.
Valérie Chétalat

Wann der erste dieser Briefe kam, kann Hans-Martin Hugentobler* nicht mehr sagen. Der 83-Jährige weiss nur noch, wie überrascht er war: keine Rechnung, kein Bettelbrief, sondern eine «amtliche Gewinnbenachrichtigung». 20'250 Franken habe er gewonnen, war da zu lesen, es sei jetzt «von höchster Wichtigkeit», dass er keine Zeit verliere, um seinen «sicher gewonnenen Bargeldanteil in Empfang nehmen zu können» – nach 10 Tagen müsse man den Bargeldgewinn leider einer anderen Person übergeben. Er musste bloss noch wählen, ob er das Geld per Bankcheck oder per Überweisung erhalten wollte sowie den «Testbestell-/Gewinnschein» retournieren.

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