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Die BEKB erhöht die Dividende – zum 24. Mal in Folge

142,9 Millionen Franken Gewinn konnte die BEKB 2019 erwirtschaften. Trotz anhaltendem Druck auf die Zinsmargen zeigt sich die Bank auch für das laufende Jahr zuversichtlich.

Die BEKB hat im Geschäftsjahr 2019 den Ertrag und den Gewinn gesteigert.
Die BEKB hat im Geschäftsjahr 2019 den Ertrag und den Gewinn gesteigert.
Walter Pfäffli

Die Berner Kantonalbank hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr erneut gesteigert, wie sie gestern bekannt gab. Mit 142,9Millionen lag er 1,5 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Das freut auch die Aktionäre – und als Hauptaktionär den Kanton Bern. Zum 24. Mal in Folge erhöht die BEKB ihre Dividende. Neu beträgt die Ausschüttung pro Aktie 8.40 Franken, nach 8Franken im Jahr davor. Dem Kanton fliessen so insgesamt rund 42 Millionen zu.

Der höhere Gewinn ist mehreren Faktoren geschuldet. Etwa den grösseren Volumen. Die BEKB hat per Ende Jahr 1Milliarde mehr Hypothekarausleihungen in den Büchern als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Plus von fast 5 Prozent auf 22,7 Milliarden Franken. Die gesamten Kundenausleihungen belaufen sich auf 24,1 Milliarden. Wobei die Zahl mit Vorsicht zu geniessen sei, wie die Verantwortlichen betonten.

Wegen der Negativzinsen sei das Geschäft mit öffentlich-rechtlichen Körperschaften (zum Beispiel Gemeinden) und grossen Firmenkunden viel volatiler als früher und damit grossen, oft kurzfristigen Schwankungen unterworfen. Auch die der BEKB anvertrauten Kundengelder sind höher als noch vor einem Jahr – mit aktuell 23 Milliarden um rund 5 Prozent.

«Nicht zufrieden»

Die höheren Volumen vermochten den Margenrückgang nicht komplett zu kompensieren. Der Zinsertrag sank im Jahresvergleich. Dass die Bank im Zinsgeschäft dennoch mehr verdient hat, verdankt sie dem deutlich tieferen Zinsaufwand und aufgelösten Wertberichtigungen.

Weil das Zinsgeschäft aktuell eine besondere Herausforderung ist, wenden sich viele Banken dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zu, darunter sind beispielsweise Fondsgebühren und Courtagen für Börsentransaktionen zu verstehen. Auch die BEKB will in dem Bereich wachsen. Was ihr im letzten Jahr gelungen ist – allerdings nur um 0,5Prozent.

Damit sei er nicht zufrieden, gab Bankdirektor Armin Brun unumwunden zu. In ihrer DNA sei die Bank immer noch stark eine Kreditbank. Er arbeite daran, das zu ändern und stärker im Anlagegeschäft zu wachsen.

Insgesamt legte der Geschäftserfolg um 16,5 Prozent auf 160 Millionen Franken zu. Der freie Cashflow betrug 91 Millionen, womit er weiterhin am oberen Rand des von der Bank festgelegten 10-Jahr-Zielbands liegt.

Für 2020 rechnet die BEKB mit weiterem Druck auf die Zinsmarge. Man werde deshalb die Massnahmen zur Kostenreduktion konsequent weiterverfolgen, stellte Brun in Aussicht. Der prognostizierte Jahresgewinn liegt zwischen 140 und 150 Millionen.

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