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Bayer verdient weniger

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal 2010 einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Eisiger Winter bremst Agrochemie.

Generika machen dem Chemie-Riesen zu schaffen: Bayer-Logo in Berlin.
Generika machen dem Chemie-Riesen zu schaffen: Bayer-Logo in Berlin.
Keystone

Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 525 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang von 1,3 Prozent. Analysten hatten einen Anstieg erwartet.

Sonderkosten von 255 Millionen Euro wegen Rechtstreitigkeiten und Abschreibungen auf ein Krebsmedikament belasteten die Bilanz, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf knapp 9,2 Milliarden Euro.

In der Kunststoff-Sparte steigt Gewinn

Die Konjunkturerholung beflügelte zwar die Nachfrage nach Kunststoffen. In der Gesundheitsparte spürte der Konzern dagegen die gestiegene Konkurrenz durch Nachahmermedikamente. Zudem bremsten ungünstige Wetterbedingungen das Agrarchemiegeschäft.

In der Kunststoffsparte MaterialScience stiegen Umsatz und operativer Gewinn deutlich. Damit liegt Bayer im Trend der gesamten Chemiebranche. Bayer erwirtschaftet derzeit etwas weniger als einen Drittel seines Umsatzes mit Kunststoffen, die beispielsweise in der Autobranche und in der Elektroindustrie zum Einsatz kommen.

Strenger Winter macht der Agrochemie-Sparte zu schaffen

Im Pharmageschäft machte Bayer dagegen zu schaffen, dass der israelische Generikaspezialist Teva unlängst eine billigere Kopie des Bayer-Verhütungsmittels Yaz in den USA auf den Markt brachte. Das war mit ein Grund, warum der bereinigte operative Gewinn in der Gesundheitssparte im zweiten Quartal sank.

Im Geschäft mit Chemikalien für die Landwirtschaft spürte Bayer die Folgen des strengen Winters und des zum Teil sehr heissen Frühsommers. Auch hier sank der operative Gewinn. Der Basler Agrochemie-Konkurrent Syngenta hatte vor wenigen Tagen daher ebenso schwache Zahlen vorgelegt.

(SDA)

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