Zum Hauptinhalt springen

Bankenrettung – Bern ist nicht Washington

Bundesrat Hans-Rudolf Merz schliesst eine staatliche Intervention aus, um von der Finanzkrise betroffene Schweizer Banken zu unterstützen.

Die Lage in der Schweiz sei anders als in den USA. «Es handelt sich um ein amerikanisches Problem und es ist normal, dass die Regierung interveniert, um den Konkurs des ganzen Bankensystems zu verhindern», sagte Merz in einem Interview mit den Westschweizer Zeitungen «24 Heures» und «Tribune de Genève» vom Freitag. Es gebe keinen Grund, der UBS oder Credit Suisse zu Hilfe zu eilen.

Merz nahm damit Bezug auf die umfassenden Pläne Washingtons, der Finanzbranche mit der Abnahme der Ramschkredite helfend herbeizueilen.

Im Katastrophenfall reagieren

Die grossen Schweizer Banken verfügten über ausreichende Eigenmittel und würden von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) überwacht, so Merz weiter. Der Finanzminister ist zwar besorgt über die Lage, hält die Schweizer Banken jedoch für gesund. In einem Katastrophenfall in der Schweiz müsste auch der Bundesrat rasch reagieren und den betroffenen Unternehmen oder den Bankensektor unterstützen.

Der freisinnige Bundesrat bedauerte das Schwinden ethischer Werte, die das Schweizer Bankensystem vor zwei Jahrhunderten begründeten. Persönlich befürwortet der Finanzminister die von der EBK geforderte Eigenmittelerhöhung der Banken.

AP/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch