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Banken-Fusion fällt an der Börse durch

Nach der angekündigten Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank taucht die Aktie der Käuferin am Frankfurter Markt kräftig.

Bürotürme der Banken in Frankfurt: Der Zusammenschluss stösst nicht nur auf Zustimmung.
Bürotürme der Banken in Frankfurt: Der Zusammenschluss stösst nicht nur auf Zustimmung.
Keystone

Die Aktie der Commerzbank lag bei Handelseröffnung 6,92 Prozent im Minus bei 18.70 Euro, das Papier der Allianz stieg um 0,67 Prozent auf 114.87 Euro.

Investmentbanker sollen bluten

Die Commerzbank setzt beim Kauf der Dresdner Bank vor allem auf Kostensenkungen. Vor allem das Investmentbanking soll danach drastisch eingedampft werden. Insgesamt will sich die Bank von zahlreichen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten trennen und dadurch die Bilanzsumme deutlich reduzieren. Das geht aus einer am Montagmorgen veröffentlichten Präsentation zum Kauf der Allianz- Tochter Dresdner Bank hervor.

Letztendlich wäre die neu formierte Bank in diesem Punkt nur um rund ein Drittel grösser als die bisherige Commerzbank. Zudem solle bei der Refinanzierung die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt verringert werden. Hier setzt der Commerzbank-Chef Martin Blessing vor allem auf steigende Kundeneinlagen, geht aus der Präsentation hervor.

1,9 Milliarden Euro jährlich sparen

Die jährlichen Kosten sollen nach der Übernahme um rund 1,9 Milliarden Euro gedrückt werden. Auf Proforma-Basis kam die fusionierte Bank auf das Jahr hochgerechnet auf Verwaltungsaufwendungen von knapp 10 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für die angepeilte Kostensenkung bezifferte die Commerzbank auf insgesamt 2 Mrd. Euro, wovon 750 Millionen Euro im Investmentbanking anfallen sollen.

Hier will die Bank bis 2011 bereits 90 Prozent der angepeilten Einsparungen erreichen. Im Privat- und Firmenkundengeschäft sollen bis 2011 rund 70 Prozent der angepeilten Kostensynergien realisiert werden. 2012 sollen es dann 95 Prozent sein.

Keine Kündigungen

Die Commerzbank hatte am Sonntag angekündigt, insgesamt 9000 Stellen zu streichen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es bis 2011 aber nicht geben. Im Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden soll die Zahl der Stellen um rund 2250 sinken. Das seien rund zehn Prozent der Gesamtbeschäftigten in diesem Bereich.

Am stärksten erwischt es das Investmentbanking. Hier sollen 1300 oder 40 Prozent der derzeitigen Arbeitsplätze gestrichen werden. In diesem Segment sollen die Kosten um 1,05 Milliarde Euro gedrückt werden.

SDA/cpm

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