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Bank of America verliert Millionen im Investmentbanking

Die US-Grossbank schafft es im dritten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen. Grund zum Jubeln hat sie dennoch nicht: Die Investmentsparte verzeichnet einen Verlust im dreistelligen Millionenbereich.

Die Euro-Schuldenkrise trifft die Bank of America mit voller Wucht. Der Problemfall unter den US-Grossbanken musste im dritten Quartal einen Verlust in seinem wichtigen Investmentbanking hinnehmen. Im Gesamtkonzern resultierte ein Gewinn. Besonders hart traf es das einst so einträgliche Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen – es kam beinahe zum Erliegen, weil sich die Investoren mit ihren Geldanlagen sehr zurückhalten.

In der Investmentbanking-Sparte verlor die Bank of America 302 Millionen Dollar, nachdem sie hier im vergangenen Jahr noch 1,5 Milliarden Dollar verdient hatte. Dagegen habe sich das Privatkundengeschäft in einer «sehr herausfordernden Umgebung» als Stütze erwiesen, sagte Bankchef Brian Moynihan. Vor allem die Kreditkarten warfen wieder gutes Geld ab.

Gesamtunternehmen in den schwarzen Zahlen

Unterm Strich kehrte die Bank of America nach massiven Verlusten in der Vergangenheit konzernweit sogar in die Gewinnzone zurück und verdiente 5,9 Milliarden Dollar – das allerdings nur wegen einer ganzen Reihe an Sondereffekten, wozu die Neubewertung von Schulden oder der Verkauf von Anteilen an der China Construction Bank zählten. Chef Brian Moynihan sagte, das Quartalsergebnis spiegele «die von uns unternommenen zahlreichen Aktionen» wider, um das Unternehmen «schlanker und zielgerichteter» zu machen. Die Aktionäre waren dennoch wenig begeistert. Vorbörslich rutschte der Kurs um 3 Prozent ab.

Die Bank of America hatte im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 7,6 Milliarden Dollar geschrieben und im Vorquartal sogar ein Rekordminus von 9,1 Milliarden Dollar eingefahren. Der Grund waren faule Kredite und zwielichtige Hypotheken-Geschäfte. Die Bank of America hatte sich die meisten der Probleme mit Zukäufen während der Finanzkrise ins Haus geholt. Mittlerweile fährt das Geldhaus einen harten Restrukturierungsplan und kündigte Anfang September an, in den kommenden Jahren 30.000 Stellen zu streichen - rund ein Zehntel der Belegschaft.

SDA/kpn

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