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Auch kleinere Goldman-Boni sorgen für grosse Aufregung

Die Investmentbank Goldman Sachs spart, auch bei den Boni. Für die Kritiker sind durchschnittliche 345'000 Franken Entschädigung pro Mitarbeiter immer noch eine Provokation.

Die Geldmaschine an der 200 West Street in Manhattan: Hauptsitz von Goldman Sachs. (7. April 2010)
Die Geldmaschine an der 200 West Street in Manhattan: Hauptsitz von Goldman Sachs. (7. April 2010)
Reuters

In den nächsten Wochen schüttet die grösste Investmentbank der Welt den Bonus für das Jahr 2011 an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Für Löhne und Boni wendete Goldman Sachs im letzten Jahr 12,2 Milliarden US-Dollar auf. Die durchschnittliche Gesamtentschädigung pro Mitarbeiter sinkt von 431'000 Dollar im Jahr 2010 auf 367'000 Dollar. In jeder anderen Branche würde eine Senkung des Lohns um 15 Prozent zu einem lauten Aufschrei der Gewerkschaften führen.

Auch im Fall von Goldman Sachs üben die Gewerkschaften Kritik – weil sie die Löhne immer noch für völlig überrissen halten. In Grossbritannien wird den Bankern vorgeworfen, sie lebten in einer Parallelwelt, «wenn sogar in einem schlechten Jahr jeder Goldman-Angestellte fast das Zehnfache des britischen Durchschnittslohns verdient», sagte ein Sprecher der Robin Hood Tax Campaign dem «Guardian». Und ein Gewerkschaftsführer ruft die Regierung zu Massnahmen gegen überrissene Löhne auf. Die «überrissenen Entschädigungen für mittelmässige Leistung» gäben ihr alles Recht dazu.

Tieferer Gewinn – Aktie steigt

Goldman Sachs hatte gestern ihre Zahlen vorgelegt. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn des legendären Wallstreet-Hauses regelrecht ein. Der Jahresgewinn schrumpfte um 67 Prozent auf unter dem Strich 2,5 Milliarden Dollar.

Auch im vierten Quartal lag der Gewinn 58 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresquartal. Weil er mit knapp 1 Milliarde aber besser als erwartet ausfiel, stieg der Aktienkurs von Goldman in New York um fast 8 Prozent auf 105,29 Dollar.

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