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Alitalia droht Flugverbot - 20 Flüge gestrichen

Die Schlinge um die vor dem Kollaps stehende Fluggesellschaft Alitalia zieht sich weiter zu.

Das Jahr 2009 wird schwierig für die Fluggesellschaften. Die italienische Alitalia liess bereits diesen Sommer die Gäste stehen, andere Airlines blieben definitiv am Boden.
Das Jahr 2009 wird schwierig für die Fluggesellschaften. Die italienische Alitalia liess bereits diesen Sommer die Gäste stehen, andere Airlines blieben definitiv am Boden.
Keystone
Wie lange fliegt die einst stolze italienische Airline noch?
Wie lange fliegt die einst stolze italienische Airline noch?
Keystone
Es passiert nicht nur anderswo - das musste die Schweiz 2001 bitter lernen. Das ganze Land hielt den Atem an, als am 1. Oktober die Swissair den Flugbetrieb einstellte.
Es passiert nicht nur anderswo - das musste die Schweiz 2001 bitter lernen. Das ganze Land hielt den Atem an, als am 1. Oktober die Swissair den Flugbetrieb einstellte.
Martin Rütschi, Keystone
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Der maroden Alitalia droht das endgültige Aus, nachdem der dritte Rettungsversuch in Folge gescheitert ist. Die Flugaufsicht will ihr spätestens bis Anfang Oktober die Lizenz entziehen, sollte es bis dann keinen konkreten Rettungsplan geben.

Heute hob der Grossteil der Flotte wie geplant ab. Nur in Rom strich die Alitalia 20 Flüge, was das Unternehmen auf reguläre Betriebsprobleme und nicht auf zu wenig Geld für Treibstoff zurückführte. Die Flughäfen in Zürich und Genf waren davon nicht betroffen.

Widerstand der Gewerkschaften

Am Vortag waren die Gespräche über die Aufspaltung von Alitalia am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. Gemäss Plan sollten 16 italienische Investoren über das eigens gegründete Konsortium CAI rund eine Milliarde Euro in die gesunden Teile des Unternehmen investieren und diese mit dem Konkurrenten Air One zusammenführen.

Die Arbeitnehmervertreter sperrten sich jedoch bis zuletzt mehrheitlich gegen den Plan, da er mindestens 3000 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz gekostet hätte. Die Investoren zogen ihre Angebot schliesslich zurück.

«Es gibt keine Alternative zu CAI», sagte der italienische Arbeitsminister Maurizio Sacconi. «Wir müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren, denn sonst ist niemand im Rennen.»

SDA/cpm

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