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Airlines stehen vor Boom

Der tiefe Ölpreis machts möglich: Die Airlines vervierfachen den Gewinn innert vier Jahren, die Passagierzahlen steigen stark an. Das sagt der Weltverband. Warum vor allem die Amerikaner profitieren.

Sich bewegen und dabei auch noch arbeiten ist heute für viele Normalität: Passagiere auf einem Atlantikflug.
Sich bewegen und dabei auch noch arbeiten ist heute für viele Normalität: Passagiere auf einem Atlantikflug.
Reuters

Im nächsten Jahr werde die Luftfahrtbranche Gewinne in der Höhe von 25 Milliarden Dollar verzeichnen, prognostizierte die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (Iata) am Mittwoch. 2014 betrug der Gewinn 19,9 Milliarden Dollar – 2012 lediglich 6,1 Milliarden.

«Die Aussichten der internationalen Luftfahrtbranche verbessern sich. Die Weltwirtschaft erholt sich weiter und der Preissturz des Erdöls dürfte das Wachstum im nächsten Jahr antreiben», sagte Iata-Direktor Tony Tyler in Genf.

Der Umsatz der Branche dürfte um 4,2 Prozent auf 783 Milliarden Dollar zulegen. Die Iata rechnet mit einer Steigerung der Passagierzahlen um 7 Prozent und der Fracht um 4,5 Prozent – beide Prognosen basieren auf einem Ölpreis von 85 Dollar pro Fass.

Rund 3,5 Milliarden Menschen werden im kommenden Jahr als Flugpassagiere in die Luft steigen.

Für Schocks sind viele nicht gewappnet

Trotz der verbesserten Lage ist die Profitabilität vieler Luftfahrtgesellschaften aber immer noch bescheiden: Die Iata geht von einer Gewinnmarge von 3,2 Prozent aus, verglichen mit 2,7 Prozent 2014.

Mit einer solchen Marge seien die Konzerne nicht ausreichend geschützt, um einen Schock auszuhalten, sagte Tyler, und erwähnte Risiken wie die wirtschaftliche Unsicherheit, politische Instabilität oder Terrorismus.

Profitieren werden laut Iata zudem insbesondere US-Anbieter: Mehr als die Hälfte des Gewinns von 25 Milliarden Dollar wird demnach in Nordamerika erzielt werden: Die in etwa gleich grosse europäische Luftfahrtbranche werde nur 4 Milliarden Dollar Gewinn abschöpfen.

Immer mehr Personen fliegen mit Golf-Airlines

In Europa wird die Luftfahrt gemäss der Iata durch hohe Regulierungskosten, hohe Steuern und unzureichende Infrastruktur behindert.

Für asiatische Konzerne sagt Iata 5 Milliarden Dollar Gewinn voraus, für den Nahen Osten mit seinen aufstrebenden Anbietern aus den Golfstaaten stellt der Verband 1,6 Milliarden in Aussicht. Die Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten werden die Passagierzahlen wohl am stärksten steigern können – um fast 16 Prozent.

Nur eine Milliarde Dollar beziehungsweise 200 Millionen Dollar Gewinn dürften Konzerne aus Lateinamerika und Afrika machen.

Ausstoss von Treibhausgasen nimmt zu

Der Aufschwung der Flugindustrie hat auch Schattenseiten: Die Flugzeuge werden 2015 gemäss Iata 751 Millionen Tonnen CO2 ausstossen – dies ist ein Zuwachs von 5,1 Prozent.

SDA

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