Zum Hauptinhalt springen

Ackermann: Europa stärkt Konkurrenz in China, Russland und der Türkei

Eine Bankenabgabe in Europa würde nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann den Finanzinstituten in Asien zugute kommen.

Asiens Finanzzentren werden Europas Banken herausfordern: Josef Ackermann.
Asiens Finanzzentren werden Europas Banken herausfordern: Josef Ackermann.
afp

«Die relative Bedeutung von Asien wird noch weiter steigen», sagte Josef Ackermann dem «Wall Street Journal» von Montag. Viele Staaten dort planten bereits jetzt, neue Finanzzentren zu schaffen, um die etablierten Bankenmächte im Westen herauszufordern, wo der Finanzsektor zunehmend skeptisch gesehen werde, sagte Ackermann. «Viele Regierungen sind fest entschlossen, dazu gehört auch die chinesische, Bankenplätze aufzubauen – in einer Zeit in der andere skeptischer gegenüber der Finanzbranche sind» , sagte der Chef der Deutschen Bank weiter. Auch Russland und die Türkei gehörten zu den Ländern, die sich hier verstärken wollten. Diese Staaten seien «gut beraten, die Bankabgaben nicht zu kopieren».

Mit einer Bankenabgabe wollen mehrere Regierungen die Banken an den Kosten womöglicher künftiger Finanzkrisen beteiligen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich beim Gipfel der G-20-Länder in Kanada im Juni nicht mit der Forderung nach einer Abgabe auf internationaler Ebene durchsetzen können. In Deutschland will die Bundesregierung aber Ende August über einen Gesetzentwurf für eine solche Steuer entscheiden. In Grossbritannien bestehen bereits konkrete Pläne für eine Bankenabgabe, auch Frankreich will eine solche Steuer einführen.

AFP/mt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch