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Abtretender Postchef wird Valiant-Präsident

Die Nachfolge im Verwaltungsrat der Bankengruppe Valiant ist geregelt: Der zurücktretende Konzernleiter der Post, Jürg Bucher, wird das Amt 2013 übernehmen.

Von der Post zur Bank: Jürg Bucher war seit 2010 Konzernleiter beim gelben Riesen.
Von der Post zur Bank: Jürg Bucher war seit 2010 Konzernleiter beim gelben Riesen.
Keystone

Die Bankengruppe Valiant stellt die Weichen für die Nachfolge im Verwaltungsratspräsidium: Der abtretende Post-Chef Jürg Bucher soll 2013 das Amt übernehmen. Valiant blickt gleichzeitig auf ein gutes Geschäftsjahr 2011 mit einem höheren Konzerngewinn zurück.

Bucher tritt Ende August 2012 als Konzernleiter der Post zurück und wird von Susanne Ruoff ersetzt. An der kommenden Generalversammlung (GV) im Mai soll der 64-jährige Bucher in den Valiant-Verwaltungsrat gewählt werden. Sein Valiant-Mandat beginnt am 1. September.

«Bankenkonzentration geht weiter»

Valiant sei regional gut verankert, sei schrittweise gewachsen und verfüge über hohe Beratungskompetenzen, sagte der designierte Valiant-Verwaltungsratspräsident und abtretende Post-Chef Bucher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Zu den künftigen Herausforderungen für Valiant erklärte Bucher: «Der Bankenplatz Schweiz steht generell vor Herausforderungen. Die Bankenkonzentration wird weiter gehen.» Für strategische Überlegungen sei es aber für ihn noch zu früh. Noch kenne er das Unternehmen erst aus der Aussensicht und als Partnerin der Postfinance. Valiant ist seit 2009 Kooperationspartnerin von Postfinance im Kreditgeschäft.

Erträge auf Niveau des Vorjahres

Valiant gab zugleich das Geschäftsergebnis 2011 bekannt. Der Konzerngewinn wuchs um 4,2 Prozent auf 127,6 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen nahmen um 1,4 Prozent auf 21,4 Milliarden Franken zu, während die Kundengelder um 3,7 Prozent auf 17,5 Milliarden Franken stiegen.

Der Bruttogewinn fiel, vor allem wegen der Kosten für die Straffungen des Filialnetzes, mit 169,7 Millionen Franken um 3,4 Prozent tiefer als im Vorjahr aus. Im wichtigsten Bereich, dem Zinsengeschäft, bekam das Finanzinstitut das anhaltend tiefe Zinsniveau zu spüren und zeigte sich zudem bei der Kreditvergabe zurückhaltend. Der Zinserfolg sank um 3,5 Prozent auf 310,2 Millionen Franken.

Dagegen konnte die Bankengruppe im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (4,6 Prozent auf 71,9 Millionen Franken) zulegen. Mehrerträge im Handelsgeschäft und beim übrigen Erfolg führten dazu, dass die Erträge insgesamt etwa auf dem Niveau des Vorjahres ausfielen.

Tochterbanken bereits zusammengeführt

Der Geschäftsaufwand stieg um 2,3 Prozent auf 243,7 Millionen Franken. Die Zusammenführung der Tochterbanken sei bereits umgesetzt, schreibt Valiant. Im August 2011 war angekündigt worden, die Valiant Bank, die Valiant Privatbank, die Spar Leihkasse Steffisburg und die Banque Romande Valiant unter dem Dach der Valiant Bank zusammenzulegen sowie zehn kleinere Niederlassungen zu schliessen.

Die Massnahmen führten laut Valiant zu einer vorübergehenden Zunahme des Sachaufwands. Daraus resultierende Kosteneinsparungen würden nun in den nächsten 18 Monaten realisiert.

Schuldenproblematik prägt das Umfeld

Die Bilanzsumme stieg per Ende Jahr um 3,4 Prozent auf 25,2 Milliarden Franken. Die Ausleihungen nahmen mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 21,39 Milliarden Franken nur langsam zu. Bei den Hypothekarforderungen alleine resultierte eine Zunahme von ebenfalls 1,4 Prozent, die klar unter dem Marktwachstum liegt.

Für das laufende Jahr erwartet Valiant einen anhaltenden Margendruck als Folge der Tiefzinspolitik der Notenbanken. Das wirtschaftliche Umfeld sei zudem weiterhin von der ungelösten Schuldenproblematik in den USA und den Euroländern geprägt, die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft blieben ungewiss. Valiant ist nach eigenen Angaben ausschliesslich in der Schweiz tätig und hat keine Kreditrisiken im Ausland.

Der jetzige Valiant-Verwaltungspräsident Kurt Streit wird an der Generalversammlung 2013 nicht mehr zur Wiederwahl antreten, wie die Bank mitteilte. Bucher soll dann den Vorsitz im Verwaltungsrat übernehmen.

SDA/fko

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