Zum Hauptinhalt springen

Abgründe einer Firmenkultur

Der UBS jetzt einen Vertrauensvorschuss einzuräumen, fällt schwer.

Der Bericht der Finanzmarktaufsicht (Finma) über die Devisenmarktmanipulationen der UBS macht einen fassungslos. Was da auf 22 Seiten ausgebreitet wird, lässt sich nur so zusammenfassen: In den Devisen­handelsabteilungen der Grossbank in Zürich/Opfikon ist jahrelang falsch gelaufen, was falsch laufen konnte. Wir blicken in die Abgründe einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Unternehmenskultur.

Eine Gruppe von Händlern hat sich über alle Regeln und Verhaltenskodizes hinweggesetzt, um den Profit der Bank zu mehren. Dafür wurden die Banker üppig belohnt – mit Boni bis zum Siebenfachen des Fixlohns. Und niemand in der UBS fühlte sich bis Mitte 2013 bemüssigt, dieses Treiben zu überwachen. Hinweise der internen Revision und von Whistle­blowern, die Schwachstellen und Interessen­konflikte offenbarten, stiessen auf taube Ohren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.