Yumi, der neue Lieblingsmitarbeiter der ETH

Einer der besten Roboter auf dem Markt wird in Zürich «auf Herz und Nieren» geprüft.

Der zweiarmige Roboter ist berührungsempfindlich und deshalb keine Gefahr für Menschen. Foto: Sabina Bobst

Der zweiarmige Roboter ist berührungsempfindlich und deshalb keine Gefahr für Menschen. Foto: Sabina Bobst

Franziska Kohler@tagesanzeiger

Es ist eines der aufsehenerregendsten Produkte aus dem ABB-Portfolio: Yumi, der zweiarmige Roboter, mit dem ABB in die Produktionshallen der Industrie­firmen vorstossen will. Denn Yumi kann etwas, das viele andere Roboter nicht können: Er ist berührungsempfindlich und gefährdet darum die Menschen nicht, die mit ihm zusammenarbeiten. Einer der grauen Helfer steht seit gestern bei der ETH Zürich im Institute of Robotics and Intelligent Systems.

Yumi sei derzeit eines der besten Robotikprodukte auf dem Markt, sagt Institutsvorsteher Roland Siegwart. «Wir werden nun mit ihm neue Anwendungen und Technologien erforschen.» Auch ABB setzt grosse Hoffnungen in den Roboter. Er solle dereinst grossflächig in der Produktion zum Einsatz kommen, sagt Frank-Peter Kirgis, Bereichsleiter ABB Robotics. Etwa in KMU, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen wollen. Vor rund einem Jahr wurde Yumi offiziell in den Markt eingeführt, Kostenpunkt: um die 50'000 Franken.

Verkaufszahlen gibt ABB nicht bekannt, man sei mit dem Absatz «sehr zufrieden». Doch die Konkurrenz schläft nicht: Die deutsche Firma Kuka und japanische Konzerne kämpfen ebenfalls um die Vormacht bei den Industrierobotern. Und auch Technologiefirmen wie Google oder Amazon mischen mit. Sie alle hoffen darauf, den Milliardenmarkt eines Tages zu dominieren.

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