Umsatzeinbruch: Nokia bleibt noch ein Hoffnungsträger

Der Umsatz von Nokia brach gegenüber dem Vorjahr erneut ein. Die Hoffnung des einst grössten Handykonzern der Welt basieren zurzeit vor allem auf einem Produkt.

Gute Verkaufsentwicklung: Das Nokia-Handy Lumia. (Archivbild)

Gute Verkaufsentwicklung: Das Nokia-Handy Lumia. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Der angeschlagene finnische Handyhersteller Nokia hat die Trendwende noch nicht geschafft. Im Gegenteil: Die Umsätze des Konzerns brachen im zweiten Quartal um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,7 Milliarden Euro ein, wie Nokia am Donnerstag mitteilte. Den Verlust konnte Nokia demnach hingegen begrenzen: Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen ein Minus von 227 Millionen Euro, das waren 84 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die Absatzflaute von Nokia-Geräten hielt im zweiten Quartal an. Im traditionellen Handysegment brachen die Verkäufe um 39 Prozent ein. Bei den Smartphones wurde ein Rückgang von 24 Prozent verzeichnet. Die teureren Lumia-Smartphones, auf denen die Hoffnungen des Konzerns ruhen, verkauften sich allerdings 7,4 Millionen Mal - ein Anstieg um 34 Prozent. Analysten hatten aber mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Nokia-Chef Stephen Elop hofft nach eigenen Angaben aber auf Besserung im laufenden dritten Quartal.

Nokia hatte den Handymarkt mehr als ein Jahrzehnt lang dominiert und war bis zum Frühjahr 2011 der grösste Handyhersteller weltweit. Die Finnen verschliefen aber zunächst die Entwicklung der Smartphones und liegen heute weit hinter der Konkurrenz des US-Herstellers Apple und des südkoreanischen Konzerns Samsung zurück.

mrs/AFP

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