Bewegung im Andermatter Skilift-Streit

Hintergrund

Mit Samih Sawiris' Ferienresort im Urserntal soll auch das Skigebiet ausgebaut werden. Allerdings gab es dagegen bisher Widerstand. Jetzt geht es vorwärts. Die Börse jubiliert.

Gemeinsam auf den Berg: Das soll zwischen Andermatt und Sedrun auch investorenseitig möglich werden.

Gemeinsam auf den Berg: Das soll zwischen Andermatt und Sedrun auch investorenseitig möglich werden.

(Bild: Keystone)

Matthias Chapman@matthiaschapman

«Die beiden Verwaltungsräte der Bergbahnen von Andermatt und Sedrun haben sich grundsätzlich bereit erklärt, bei einer Fusion zusammen mit einem neuen Investor die Aktienmehrheit abzugeben», sagt der Urner Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann zu einem entsprechenden Artikel im «Blick». Zwar hätte es schon früher Anzeichen dafür gegeben, aber jetzt sei es konkret.

Wegen des neuen Ferienresorts von Samih Sawiris sollen die Skigebiete von Andermatt und Sedrun mit neuen Anlagen verbunden und bestehende saniert werden. Meinungsverschiedenheiten zwischen den Partnern bremsten aber bisher das Vorhaben.

Steineggers Skepsis

Baumann leitet die Gespräche zwischen den verschiedenen Parteien. Den Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS), den Sedrun Bergbahnen (SB) und den neuen Investoren, dem schwedischen Skianlagenbetreiber Skistar und Samih Sawiris. Das Investitionsvolumen beträgt 130 Millionen Franken.

Bisher meldete der VR-Präsident der AGS, Alt-Nationalrat Franz Steinegger, Bedenken an. Ihm ging die Sache zu schnell, er wollte etappenweise ausbauen. Mit einer Mehrheit der neuen Investoren für das zusammengeschlossene Skigebiet hätten die bisherigen Bahnbetreiber das Heft aus der Hand gegeben, so die Meinung Steineggers. Hier scheint sich nun etwas getan zu haben. Baumann dazu: «Wir verlangen noch in diesem Monat verbindliche Entscheide der beiden Verwaltungsräte.»

Alternativen zur Fusion?

Steinegger sagte im «Regionaljournal Zentralschweiz» von DRS 1, dass im Fusionskonzept der Ausbau des Skigebietes an die Entwicklung des Resorts gekoppelt sei. Ferner gibt es gemäss Steinegger auch Alternativen zur Fusion.

Zwischen 51 Prozent und zwei Drittel der Aktien sollen die neuen Investoren am neuen Unternehmen besitzen dürfen, erklärt der Regierungsrat. «Für uns war immer klar: Wenn ein neuer Investor so viel Geld einschiesst, dann soll er auch eine Aktienmehrheit erhalten.»

Kanton Uri zahlt mit

Mit an Bord bei der Entwicklung des neuen Skigebiets ist auch der Kanton Uri. Über das Wirtschaftsförderungsgesetz kann der Regierungsrat Beiträge sprechen. Teils à fonds perdu, aber auch über Darlehen.

DerBund.ch/Newsnet

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