293 Millionen Franken für die Blocher-Töchter

Ems erhöht erneut die Dividende. Davon fliesst ein Löwenanteil aufs Konto von Magdalena Martullo-Blocher und ihren Schwestern.

Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher spricht im Interview über die Schwierigkeiten mit der Rohstoff-Beschaffung. (Video: Tamedia/SDA)

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Die Ems-Chemie-Gruppe brummt. Das von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Unternehmen hat den Umsatz 2017 um 8,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn kletterte um 6,3 Prozent auf 484 Millionen Franken. Zum 6. Mal in Folge soll die Dividende erhöht werden: Der Generalversammlung wird eine Dividende von 18 Franken je Aktie vorgeschlagen – ein Plus von 1 Franken je Anteilsschein.

Davon fliesst ein besonders grosser Teil auf die Konten von Magdalena Martullo-Blocher und ihren beiden Schwestern Rahel Blocher und Miriam Baumann-Blocher. Sie halten zusammen einen Anteil von rund 70 Prozent an der Ems-Chemie. Damit dürften sie rund 293 Millionen Franken einstreichen. Insgesamt werden in diesem Jahr rund 421 Millionen Franken in die Taschen der Ems-Aktionäre fliessen.

16 Millionen Franken mehr

Das ist eine Steigerung von 16 Millionen Franken. Letztes Jahr erhielten Magdalena Martullo-Blocher und die Schwestern bereits rund 277 Millionen Franken an Dividenden. Insgesamt gingen in dem Jahr 400 Millionen Franken an die Ems-Aktionäre.

Als Hauptursache für die positiven Entwicklungen beim Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2017 gab die Gruppe an, dass die Ems-Chemie trotz schwächelnder Automobilindustrie mit innovativen Produkten überproportional zum Markt wachsen konnte. Die Ems-Gruppe produziert Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien. Zum Umsatzplus habe zudem der Anstieg der Rohstoffpreise beigetragen, weil die Firma dadurch mehrfach ihre Verkaufspreise erhöhte.

667 Millionen Franken für Roche-Erben

Die Liste der Familienaktionäre mit den höchsten Dividenden führten im letzten Jahr die Familien Oeri und Hoffmann an, die Erben der Gründerfamilie von Roche. Ihnen flossen im Geschäftsjahr 2016 rund 667 Millionen Franken zu. Davon entfielen 66 Millionen Franken auf Maja Oeri. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 09.02.2018, 12:05 Uhr

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