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Amerikas Börsenwächter nehmen die Grossbanken ins Visier

Die Börsenaufsicht SEC will die Buchhaltung der 19 grössten amerikanischen Banken auf Bilanztricks untersuchen, die nach Ansicht eines Experten zum Untergang des Lehman-Instituts beigetragen haben.

Aufregung um die Skandalbank: Protest vor der Lehman-Zentrale in New York am 15. September 2008.
Aufregung um die Skandalbank: Protest vor der Lehman-Zentrale in New York am 15. September 2008.
Keystone

Dies kündigte die Leiterin der Behörde, Mary Schapiro, am Dienstag während einer Anhörung vor dem Kongress in Washington an. Ausserdem werde die SEC die Bücher der Pleitebank auf mögliche Unregelmässigkeiten prüfen. Der Untergang der Lehman-Bank hatte im September 2008 die weltweite Finanzkrise ausgelöst.

Ein Experte, der den Bankrott der Investmentbank untersucht, hatte im vergangenen Monat von Bilanzierungstricks berichtet, die es dem Institut ermöglicht hätten, 50 Milliarden Dollar an Schulden zu verbergen. Das Unternehmen übertrat demnach «massgeblich und fortgesetzt seine eigenen Grenzen». Die SEC habe das gefährliche Finanzgebaren zwar beobachtet, sei aber nicht eingeschritten. Schapiro sagte nun, ihre Behörde habe Briefe an die übrigen bedeutenden Grossbanken geschrieben, in denen nach derartigen Buchhaltungstricks gefragt wird.

Das Bilanz-Manöver trägt die Bezeichnung Repo 105. Dabei verkauft die Bank zunächst zum Quartalsende riskante Wertpapiere. Diese fallen damit aus der Bilanz und bleiben der Aufsicht und den Anlegern verborgen. Danach kauft die Bank die Papiere schnell wieder zurück.

ddp/raa

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