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Untergegangene Bohrinsel und Hochwasser belasten Hannover Rück

Hannover Der Untergang der Ölplattform «Deepwater Horizon» und das Hochwasser in Osteuropa haben in der Bilanz des deutschen Rückversicherers Hannover Rück markante Spuren hinterlassen.

Der Gewinn sank im zweiten Quartal um fast ein Viertel auf 159,6 Mio. Euro. Im Vergleich mit den grösseren Rivalen Münchener Rück und Swiss Re arbeitete der norddeutsche Konzern zwar rentabler, profitierte aber nicht von übermässigen Sondererlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren, wie die am Dienstag vorgelegten Zahlen des weltweit viertgrössten Rückversicherers zeigen. Hauptgrund für den Gewinnrückgang der Hannoveraner waren geringere Einnahmen aus Kapitalanlagen. Sie sanken um 27 Prozent auf knapp 272 Mio. Euro. Bei den Konkurrenten Münchener Rück und Swiss Re hatten dagegen hohe Kapitalerträge das Ergebnis aufgepäppelt. Schadenseitig wurde die Hannover Rück im zweiten Quartal vor allem vom Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon» getroffen. Die Belastungen beliefen sich auf 89 Mio. Euro - zuvor war mit 40 Mio. kalkuliert worden. Branchenprimus Münchener Rück schätzt den versicherten Schaden insgesamt auf bis zu 3,5 Mrd. Dollar. Weitere Grossschäden erwartet Die Schaden/Kosten-Quote (Combined Ratio) als zentrale Kennziffer für die Profitabilität der Hannover Rück lag im zweiten Quartal bei 99,5 (Vorjahr 97,1) Prozent. Oberhalb von 100 Prozent sind Zahlungen für Schäden und Verwaltungskosten nicht mehr durch die Prämieneinnahmen gedeckt. Weitere Grossschäden stehen ins Haus - unter anderem durch die Überflutungen in Ostdeutschland, Tschechien und Polen. Die Feuer in Russland und die verheerenden Überflutungen in Pakistan dürften der Branche nur geringe Kosten bescheren. Je unterentwickelter ein Land, desto geringer ist in der Regel der Versicherungsschutz. Notiz an die Redaktion: (Ganze Meldung neu)

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