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UNO: Arbeitslosigkeit in ländlichen Regionen Spaniens grösser

In Spanien nimmt die Arbeitslosigkeit regional unterschiedlich stark zu.

Die Vereinten Nationen sehen eine immer grössere soziale Schere zwischen Stadt und Land sowie zwischen Norden und Süden. Wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Montag mitteilte, lag 2007 die Arbeitslosenquote auf dem Land bei 8,3 Prozent, nun beträgt sie 26,1 Prozent. In den Städten stieg die Rate von 7,8 Prozent auf 24,0 Prozent. Das landesweite Mittel liegt aktuell bei knapp 24,6 Prozent, 2007 waren es 7,9 Prozent. Noch grösser sind die Unterschiede zwischen dem Norden des krisengebeutelten Landes und dem Süden. In den nördlichen Gebieten wie Navarra, dem Baskenland und Kantabrien gibt es mit 15,5 Prozent weniger Arbeitslose als im landesweiten Schnitt. Der Süden verzeichnet eine Arbeitslosenquote von 32,8 Prozent. Laut ILO ist dies ein Anzeichen dafür, dass das Nord-Süd-Gefälle weiter zunimmt. «Die Situation ist in Andalusien besonders schwierig, wo bereits vor der Krise viele Menschen arbeitslos waren», sagte Chefökonom Steven Tobin. In den Provinzen Almeria, Jaén und Granada sei beispielsweise mehr als jeder Dritte ohne Beschäftigung. Bausektor lahmt Joaquin Nieto, Direktor des ILO-Büros in Madrid, ergänzt: Am stärksten betroffen sind die Menschen in Gegenden, wo der grösste Bauboom herrschte und die grösste Immobilienblasen entstand. Bis zur Wirtschaftskrise hätten viele im Sommer in der Landwirtschaft und im Rest des Jahres im Bau gearbeitet. Mit dem Zusammenbruch der Bauwirtschaft sei ein grosser Teil von deren Einkommen ausgefallen. Wie die ILO weiter schreibt, hätten die Sparprogramme der Regierung weder die Beschäftigung erhöht, noch die Finanzlage des Landes verbessert. Die UNO-Organisation plädiert dafür, Spanien müsste ein neues Modell für Wirtschaftswachstum finden, das zu mehr Exporten und zu mehr Beschäftigung für Hochqualifizierte führt.

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