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Unia droht wegen vertragslosem Zustand mit Streiks ab Januar

Falls bis Ende Jahr kein neuer Landesmantelvertrag für das Baugewerbe vorliegt, droht die Gewerkschaft Unia ab Januar mit Streiks.

Vorerst soll mit Protestaktionen am 25. November und 2. Dezember Druck aufgebaut werden. Dies haben die 150 Delegierten des Unia-Bauarbeiterparlamentes am Samstag entscheiden, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der Baumeisterverband hatte die bisherigen Verhandlungsergebnisse zu einem neuen Landesmantelvertrag anfangs November zurückgewiesen. Nun droht ab Januar ein vertragsloser Zustand. Den «Wortbruch» der Arbeitgeber will sich die Unia nicht gefallen lassen. Die Gewerkschaft fordert einen Landesmantelvertrag mit mehr Schutz. Der Vorschlag des Baumeisterverbandes, den geltenden Vertrag einfach zu verlängern, sei in den Augen der Bauarbeiter «reine Hinhaltetaktik». Diese zeige, dass der Baumeisterverband nicht bereit sei, Hand zur Lösung der «massiven Probleme» zu bieten und stattdessen die Verhandlungen seit neun Monaten ins Leere laufen zu lassen. Eine Verlängerung des Landesmantelvertrags komme angesichts der Probleme auf dem Bau einem Rückschritt gleich. Druck auf dem Bau «brutal» zugenommen Die Probleme in der Baubranche hätten in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen, schreibt Unia weiter. Allein im letzten Jahr sei der Umsatz um 3,1 Prozent gestiegen und die Zahl der Beschäftigten um 3,5 Prozent gesunken. Der Druck auf die Bauarbeiter habe «brutal zugenommen», ihre Gesundheit sei in Gefahr. Konkret fordern die Gewerkschaften besseren Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung bei Krankheit, Unfall und Schlechtwetter. Verlangt werden weiter Massnahmen gegen Lohndumping und Schwarzarbeit. Die Löhne sollen 2012 generell um 100 Franken pro Monat erhöht und zusätzlich der Teuerungsausgleich gewährt werden. Ende September demonstrierten in Bern rund 12'000 Bauarbeiter der Gewerkschaften Unia und Syna für bessere Arbeitsbedingungen. Bereits damals waren als letztes Mittel Streikmassnahmen angekündigt worden.

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