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ThyssenKrupp entscheidet am Dienstag über Inoxum-Zukunft

Essen ThyssenKrupp geht beim Verkauf der Edelstahlsparte auf die Zielgerade.

An diesem Dienstag will der Aufsichtsrat des deutschen Stahlreisen über das Geschäft mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu beraten. Die Angestellten kämpfen um ihren Arbeitsplatz. Sollte der deutsche Stahlriese keine Einigung mit den Finnen erzielen, gibt es noch zwei Möglichkeiten: Entweder ein Börsengang oder eine Ausgliederung als eigenständige Gesellschaft in ThyssenKrupp-Hand. Eine neue Verhandlungsrunde zwischen den Unternehmen und den Arbeitnehmervertretern hatte auch am Montagvormittag zu keinem Ergebnis geführt. Am Mittag kamen 1000 Beschäftigte in Essen zusammen und forderten lautstark Stellen- und Standortgarantien. Diese wollte Outokumpu bisher der IG Metall zufolge nicht geben. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die Finnen bei einer Übernahme Werksteile schliessen könnten und Edelstahl vermehrt im eigenen Land produzieren. Arbeitsplätze gefährdet Nach Informationen der deutschen Zeitung «Die Welt» sollen bis zum Jahr 2015 rund 1000 der deutschlandweit 5500 Arbeitsplätze wegfallen. Demnach soll der Standort Krefeld bereits im kommenden Jahr dichtgemacht werden; im Jahr 2015 stehe die Schliessung des Werks in Bochum an. Die Details der Transaktion hätten sich bereits am Montag abgezeichnet, meldete das Blatt unter Berufung auf das Unternehmensumfeld. Outokumpu solle sämtliche Aktivitäten von Inoxum übernehmen. Dadurch entstehe ein neuer Weltmarktführer mit rund 18'000 Mitarbeitern und mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz. ThyssenKrupp solle im Gegenzug zunächst eine Beteiligung von knapp 30 Prozent an Outukumpu erhalten. ThyssenKrupp wollte sich zu den Details der Gespräche auch am Montagabend nicht äussern. Die IG Metall erklärte, bei den Beschäftigten bestehe erheblicher Unmut über die fehlende Bereitschaft der Geschäftsführungen, bisherige tariflich zugesagte Sicherheiten für die Arbeitsplätze fortzuschreiben. «Es müssen endlich anständige Tarifverträge auf den Tisch», forderte IG-Metall-Vorstandsmitglied Bertin Eichler. Die Edelstahlsparte Inoxum hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2010/2011 (30. September) rund 6,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in Werken in Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen.

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