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Swisscom steigt in die Fernüberwachung des Eigenheims ein

Die Swisscom expandiert in ein neues Geschäftsfeld: Der «blaue Riese» steigt im nächsten Jahr in die Fernüberwachung des Eigenheims ein.

Damit kann der Kunde künftig Heizung, Licht, Webkameras oder Rollläden unterwegs mit dem Handy oder dem PC fernsteuern. Bewegungsmelder sowie Tür- und Fensterkontakte würden einen Alarm auslösen, wenn sich jemand unberechtigt zur Wohnung oder zum Haus Zutritt verschaffe, erklärte Projektleiter Markus Doetsch am Mittwoch an der ITU-Telekommesse in Genf im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Ein MMS mit einer kurzen Videosequenz benachrichtige dann den Nutzer, gleichzeitig gehe auf Wunsch eine Meldung an eine Alarmzentrale raus. Zudem könne man auf dem Handy jederzeit Webkameras anschauen, um zu sehen, was in der Wohnung vor sich gehe. Voraussetzung für das neue Angebot ist, dass der Kunde einen Breitbandanschluss hat. An die Internet-Basisstation wird dann eine Anzahl Funksensoren und Geräte angeschlossen wie etwa Funkstecker mit Energiemodul, Türkontakte, Bewegungsmelder oder Webkameras. Zudem sind auch Feuer- und Wassermelder erhältlich. Viel Raum für Erweiterungen In einer späteren Phase will die Swisscom auch Geräte zur Überwachung von gebrechlichen oder kranken Menschen anbieten. So werde eine Fallmatte Alarm schlagen, wenn eine Person hinfalle und dann liegen bleibe, erklärte Doetsch. Der Raum für Erweiterungen sei gross. So sei auch die Fernsteuerung der Waschmaschine oder des Kochherdes denkbar. Sensoren gebe es zwar schon lange, sagte Swisscom-Chef Carsten Schloter. Aber früher hätten die Sensoren relativ viel Strom verbraucht, weshalb man sie nicht mit Batterien habe betreiben können. Zudem sei für die Datenübertragung ein Kupferkabel nötig gewesen. Heute bräuchten die Sensoren dank der technischen Entwicklung kaum noch Strom und die Funktechnologie sei immer billiger geworden. «Wir gehen davon aus, dass es in der Schweiz in 10 Jahren 100 Millionen mobile Sensoren geben wird in den unterschiedlichsten Bereichen wie Medizin, Landwirtschaft oder Haushalt», sagte Schloter. Heute seien es schätzungsweise rund 20 Millionen festverkabelte Sensoren wie beispielsweise Temperaturfühler für Heizungen. Beträchtliches Marktpotenzial Das Marktpotenzial für das neue Swisscom-Produkt ist beträchtlich: «Mittelfristig sehen wir ein Marktpotenzial von 15 bis 20 Prozent der Schweizer Haushalte», sagte Doetsch. Das wären bis zu 600'000 Haushalte. Bislang seien in der Schweiz nur 3 bis 4 Prozent aller Haushalte mit Alarmanlagen ausgestattet. Das neue Produkt komme nicht nur in der Schweiz auf den Markt. Es werde europaweit über ein Wiederverkaufsangebot vertrieben, sagte Doetsch weiter.

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