Zum Hauptinhalt springen

Swisscom schnappt sich Berner IT-Sicherheitsfirma

United Security Providers gehört neu zum grössten Schweizer Telecom-Konzern.

Michael Liebi, Gründer von United Security Providers.
Michael Liebi, Gründer von United Security Providers.
zvg

Mit gerade einmal 26 Jahren gründete der Berner Michael Liebi zusammen mit einem Geschäftspartner das Informatikunternehmen Te Trade AG. Das war 1994, und Liebi machte zuerst einmal «jeden Fehler, den man machen kann», wie er heute sagt. Doch er habe aus den Fehlern gelernt, auf die IT-Sicherheit fokussiert und sich «mit guten Leuten» umgeben.

Heute heisst das Unternehmen United Security Providers und beschäftig knapp 100 Mitarbeiter, die Hälfte davon am Sitz im Berner Nordquartier. Die Firma zählt illustre Kunden wie die Credit Suisse, die Swiss Re oder Lindt & Sprüngli. Und ab sofort hat das Unternehmen einen neuen Besitzer: die Swisscom. Zu einem ungenannten, aber sicher im zweistelligen Millionenbereich liegenden Preis hat der grösste Schweizer Telecom-Konzern United Security Providers gekauft, wie er gestern mitteilte.

Digitales Schutzschild

Die Swisscom will den Neuzugang mit ihrem bestehenden Bereich Enterprise Customers verschmelzen, in dem bereits rund 100 Angestellte arbeiten. Die Marke United Security Providers bleibt aber bestehen, und auch Gründer Michael Liebi wird das Unternehmen wie bis anhin operativ führen.

United Security Providers verkauft anderen Unternehmen IT-Sicherheitslösungen im Abonnement. Vom «Security Operation Center» in Bern aus sollen die Kunden vor Hackern und Cyber-Angriffen geschützt werden. «Wir sind ein Schutzschild für die gesamte IT eines Unternehmens», sagt Liebi. Bei internationalen Unternehmen umfasse das Schutzschild auch die ausländischen Standorte. Insgesamt werden laut Liebi Niederlassungen in 64 Ländern überwacht.

Jede Woche ein Kaufangebot

Liebi war bisher Mehrheitsaktionär von United Security Providers. Ein grösseres Aktienpaket hielt der Berner IT-Investor Jürg Schwarzenbach, der das Unternehmen präsidiert. Auch 19 weitere Mitarbeiter und Verwaltungsräte waren an United Security Providers beteiligt und haben ihre Aktien nun an die Swisscom verkauft. Im Schosse der Swisscom könne United Security Providers weiter wachsen, sagt Liebi.

Eine Not, das Unternehmen an die Swisscom zu veräussern, habe nicht bestanden – im Gegenteil: «Wir wurden jede Woche von Investoren aus der ganzen Welt kontaktiert.» Gerade im Bereich IT-Sicherheit müsse der Besitzer des Unternehmens jedoch glaubwürdig sein. Und das wäre nicht bei allen ausländischen Interessenten der Fall gewesen, so Liebi.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch