Kuoni-Übernahme durch EQT ist besiegelt

Der schwedische Finanzinvestor EQT ist bei der geplanten Übernahme des Schweizer Reisekonzerns Kuoni am Ziel. Das Unternehmen sicherte sich 79,6 Prozent der Stimmrechte.

Radikaler Umbau im letzten Jahr: Das Logo von Kuoni in Zürich. (3. Februar 2016)

Radikaler Umbau im letzten Jahr: Das Logo von Kuoni in Zürich. (3. Februar 2016) Bild: Keystone

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Für eine erfolgreiche Übernahme des Schweizer Reisekonzerns Kuoni waren mindestens 67 Prozent der Stimmen und mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals notwendig. Diese Hürde hat die Beteiligungsgesellschaft EQT geschafft: Das schwedische Unternehmen sicherte sich bis zum Ende der Angebotsfrist am 13. April 79,6 Prozent der Stimmrechte und 74,6 Prozent des Aktienkapitals an Kuoni.

EQT wolle die Übernahme wie geplant bis zum 19. Mai abschliessen, teilte das schwedische Unternehmen am Donnerstag mit. Der Konzern hatte im Einverständnis mit dem Kuoni-Verwaltungsrat und der Kuoni-und-Hugentobler-Stiftung Anfang Februar ein Übernahmeangebot für Kuoni lanciert. Den Publikumsaktionären bot EQT 370 Franken pro Aktie.

Die weiteren Pläne der schwedischen Gesellschaft mit Kuoni bleiben unverändert. EQT will mit dem Reisekonzern wachsen und gleichzeitig dessen operative Leistungskraft stärken. Um die Wachstumsstrategie implementieren zu können, werde Kuoni im Rahmen eines Going Private von der Börse genommen. Den verbleibenden Aktionären biete sich während der am 20. April beginnenden Nachfrist die Gelegenheit, ihre Aktien ebenfalls anzudienen.

Radikaler Umbau bei Kuoni

Im letzten Jahr war Kuoni radikal umgebaut worden und besteht seither noch aus drei Teilen: Einem in Dubai, einem in London und einem in Zürich.

In Dubai werden im Auftrag von Regierungen Visa-Anträge bearbeitet. Von London aus bietet Kuoni Dienstleistungen wie Übernachtungen, Transfers oder Exkursionen für andere Reiseunternehmen an. Und von Zürich aus werden Gruppenreisen meist an asiatische Reiseveranstalter verkauft.

Das gesamte Geschäft mit der Organisation und dem Vertrieb von Reisen für Privatpersonen wurde bereits im Juni 2015 verkauft. Das europäische Reiseveranstaltergeschäft ging an den deutschen Rewe-Konzern, jenes in Indien und Hongkong an die kanadische Investmentholding Fairfax. Die Kuoni-und-Hugentobler-Stiftung kontrollierte noch das Reiseunternehmen. (pat/sda)

Erstellt: 14.04.2016, 08:31 Uhr

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