Zum Hauptinhalt springen

Spanien und Italien erneuern Forderung nach Eurobonds

Berlin Die Schulden-Länder Spanien und Italien setzen auch nach dem deutsch-französischen Gipfeltreffen auf die Einführung von Eurobonds.

Sie würden die Kosten der beiden Länder deutlich senken. Die Regierungen der beiden südeuropäischen Länder erklärten am Mittwoch, die Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zur Integration der Euro-Zone ebneten längerfristig den Weg zum Verkauf dieser gemeinsamen Staatsanleihen - obwohl Merkel und Sarkozy Eurobonds nach ihrem Gipfeltreffen am Dienstag zur Enttäuschung der Finanzmärkte erneut abgelehnt hatten. Eurobonds könnten die Finanzierungskosten von Spanien und Italien deutlich senken - allerdings auf Kosten von Deutschland und Frankreich. «Je mehr wir uns auf die Integration der Wirtschaftspolitik zubewegen, desto näher kommen wir der Idee von Euro-Bonds», erklärte ein Regierungssprecher in Madrid. In Rom erklärte ein ranghohes Mitglied der Partei von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, die Regierung hoffe, dass Merkel bis September von Eurobonds überzeugt sein werde. Merkel und Sarkozy hatten nach einem Treffen am Dienstag in Paris die Einführung von Eurobonds zunächst ausgeschlossen. Merkel hatte allerdings vermieden, gemeinschaftliche Staatsanleihen für alle Zeiten auszuschliessen. Sarkozy hatte betont, Eurobonds seien «vielleicht irgendwann in der Zukunft einmal denkbar», aber erst am Ende der europäischen Integration. Um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, wollen Deutschland und Frankreich die Integration in der Eurozone beschleunigen, etwa durch eine in den Verfassungen der Euro-Staaten festgeschriebene Schuldenbremse und eine engere Verzahnung der Wirtschaftspolitik.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch