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Société Générale wegen Abschreibungen mit Gewinneinbruch

Paris Der Gewinn der französischen Grossbank Société Générale ist im zweiten Quartal überraschend deutlich eingebrochen.

Der Überschuss ging um 42 Prozent auf 433 Millionen Euro zurück, wie das Institut am Mittwoch in Paris mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 678 Millionen Euro gerechnet. Die Einnahmen der Bank sanken um 3,6 Prozent auf 6,27 Milliarden Euro. Belastet wurde das Ergebnis durch hohe Abschreibungen im Auslandsgeschäft. Die Bank wertete ihre russische Tochter Rosbank um 250 Millionen Euro ab und schrieb weitere 200 Millionen Euro auf den US- Vermögensverwalter TCW ab. Ausserdem kostete der Abbau von Giftpapieren aus der Zeit vor der Finanzkrise weitere 150 Mio Euro. Der Gewinn des Investmentbankings fiel um 70 Prozent auf 131 Millionen Euro. Bei Société Générale hat die Stärkung der Kapitalstruktur derzeit oberste Priorität. Das Institut will so das Vertrauen der Märkte gewinnen. Der Chef der Bank, Frédéric Oudéa, zeigte sich zuversichtlich, das Ziel einer Kernkapitalquote (Core Tier 1) nach den neuen Basel-III-Vorgaben von neun bis 9,5 Prozent bis Ende 2013 zu erreichen. Société Générale baut seit rund einem Jahr Risikopositionen massiv ab und nimmt dabei auch Verluste in Kauf.

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