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Schweizer Börse durch Euro-Sorgen belastet

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag deutlich schwächer geschlossen.

Europaweit hätten die Sorgen auf die Kurse gedrückt, dass nach Irland weitere Länder der Eurozone Hilfe benötigen könnten, sagten Händler. Auch hinsichtlich der Rettung von Irland gibt man sich teils noch skeptisch, was sich in in steigenden Risikoaufschlägen bei Derivaten auf Ausfallrisiken für Kredite und Anleihen (Credit Default Swaps) zeigte. Im frühen Handel hatte die Schweizer Börse noch freundlich tendiert. Doch im Zuge der wieder steigenden Euro-Sorgen hatte sich der Markt unter der Führung von Finanzwerten gedreht. Zudem hat auch der Konflikt in Korea weiter belastet. Am späteren Nachmittag hatte die schwächere Eröffnung der Wall Street die Stimmung noch weiter gedrückt. Der Swiss Market Index (SMI) der zwanzig grössten Aktientitel verlor 1,33 Prozent und schloss auf dem Tagestief von 6397,50 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 1,18 Prozent auf 5719,20 Punkte. An den wichtigsten europäischen Börsenplätzen fielen die Abgaben indes deutlicher aus. Die Euro-Skepsis und die Abschwächung des Euro gegenüber dem Franken drückte vor allem auf die Aktienkurse der konjunktursensitiven Branchen. So büssten die Aktien des Feinchemikalienherstellers Lonza (-3,1 Prozent), des Raffineriebetreibers Petroplus (-2,2 Prozent), des Luxusgüterkonzerns Richemont (-2,1 Prozent) deutlich an Wert ein. Aber auch jene des Warenprüfers SGS, des Computerzubehörherstellers Logitech und des Personalvermittlers Adecco (alle -1,9 Prozent) fielen durch hohe Abgaben auf. Überdurchschnittliche Einbussen hinnehmen mussten auch SMI Schwergewichte wie der Pharmakonzern Novartis (-1,7 Prozent), der Lebensmittelkonzern Nestlé (-1,5%) und der Pharmakonzern Roche (-1,4 Prozent). Unter den Finanztiteln verzeichnete der Rückversicherer Swiss Re (-1,7 Prozent), die Bank Julius Bär (-1,6 Prozent), der Lebensversicherer Swiss Life (-1,6%) sowie die Grossbank Credit Suisse (-1,4 Prozent) leicht überdurchschnittliche Abgaben. Die UBS kam dagegen etwas besser weg (-0,4 Prozent). Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand hatte übers Wochenende im Schweizer Fernsehen das Geschäftsmodell der Grossbanken kritisiert.

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