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Schweizer Aktienmarkt im Vorfeld des EU-Gipfels leicht im Minus

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch leicht im Minus beendet.

Händler sprachen von einem etwas nervösen Handel im Vorfeld des mit Spannung erwarteten EU-Gipfels in Brüssel. Hoffnungen auf eine baldige Lösung der Euro-Schuldenkrise wurden am Nachmittag von Meldungen überschattet, wonach die Verhandlungen zwischen der EU und den Banken über deren Beitrag zur Lösung der Krise festgefahren seien. Zudem wurden die jüngsten Abschlüsse amerikanischer Unternehmen zumeist negativ aufgenommen. Der Swiss Market Index (SMI) verlor bis Handelsschluss 0,15 Prozent auf 5700,50 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) büsste 0,12 Prozent auf 5178,36 Punkte ein. Die Aktien von Adecco gehörten mit einer Werteinbusse von 1,6 Prozent zu den grössten Verlierern. Die Papiere des Personalvermittlers hätten verstärkt unter den am Vortag in den USA vorgelegten enttäuschenden Konjunkturdaten gelitten, hiess es in Marktkreisen. Ebenfalls 1,6 Prozent im Minus schlossen die Papiere des Warenprüfkonzerns SGS. Der Kurs der Schindler-Aktie (-1,4 Prozent) büsste in ähnlichem Stil ein, obwohl er noch mit Gewinn in die Sitzung gestartet war. Die am Morgen vorgelegten Zahlen des Liftbauers haben die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen. Weniger erfreulich war dagegen Schindlers Ausblick ausgefallen. Die Aktien der beiden Chemiekonzerne Clariant (-0,8 Prozent) und Givaudan (-1,0 Prozent) gehörten ebenfalls zu den schwächsten Titeln. Aufgrund der Unsicherheiten im Vorfeld des EU-Gipfels verloren am Nachmittag auch die Finanztitel, die zum Teil am Morgen noch klar im Plus notiert hatten, deutlich an Wert. Vor allem die Titel der Versicherer Swiss Life und Swiss Re (je -1,2 Prozent) büssten klar an Terrain ein. Auch die Aktien der Grossbank UBS (-0,7 Prozent) schlossen im Minus, im Gegensatz zu jenen der Konkurrentin Credit Suisse, die mit 0,1 Prozent leicht besser abschnitten. Die Titel des Versicherers Zurich Financial Services (-0,1 Prozent) schlossen ebenfalls auf dem Niveau des Vortages. Die Aktien des Pharmakonzerns Novartis (-0,3 Prozent) belasteten den Gesamtmarkt nach den Verlusten am Vortag erneut, ebenso jene des Lebensmittelkonzerns Nestlé (-0,4 Prozent). Novartis-Konkurrent Roche gehörte mit einem Plus von 0,9 Prozent dagegen zu den Gewinnern. Auch die Papiere des Industrieriesen ABB schlossen mit 0,3 Prozent im Plus. An der Spitze lagen aber die Aktien des Logistikunternehmens Kühne Nagel ( 1,9 Prozent), des Chemiekonzerns Lonza ( 1,4 Prozent) und des Hörgeräteherstellers Sonova ( 1,0 Prozent). Die Papiere von Logitech, die im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Quartalszahlen lange Zeit das Feld angeführt hatten, fielen zum Schluss zurück und schlossen 0,7 Prozent im Minus.

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