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Schwacher Konsum bremst deutschen Aufschwung im 2. Quartal

Berlin Der erste Rückgang der privaten Konsumausgaben seit dem Krisenjahr 2009 hat den deutschen Aufschwung im zweiten Quartal fast zum Erliegen gebracht.

Das Bruttoinlandprodukt stieg von April bis Juni nur noch um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Donnerstag eine frühere Schätzung. Zu Jahresbeginn hatte es mit 1,3 Prozent noch ein kräftiges Wachstum gegeben. Zum Absturz trug die Kaufzurückhaltung der Konsumentenr bei: Sie gaben 0,7 Prozent weniger aus als im Vorquartal. «Diese Konsumzurückhaltung ist unter anderem im Zusammenhang mit gestiegenen Energiepreisen sowie Sondereffekten wie der Verunsicherung der Konsumenten wegen der internationalen Schuldenkrise zu sehen», hiess es. Die Bauinvestitionen schrumpften um 0,9 Prozent. Wegen der milden Witterung hatte sich der übliche Frühjahrsaufschwung am Bau auf den Jahresbeginn verlagert. Die Exporte legten dagegen um 2,3 Prozent zu. Weil aber die Importe mit 3,2 Prozent noch schneller wuchsen, bremste auch der Aussenhandel den Aufschwung. Dazu trug die Energiewende bei: Wegen des Atomausstiegs musste Strom verstärkt importiert werden. Angeschoben wurde die Wirtschaft dagegen von den Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen wie Maschinen und Anlagen, die um 1,7 Prozent zulegten. Für 2011 rechnen die meisten Experten ein Wachstum von etwa drei Prozent, das 2012 wegen der schwächeren Weltkonjunktur auf etwa zwei Prozent nachlassen dürfte.

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