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Schuldensünder Portugal zahlt weniger für frisches Geld

Lissabon Schuldensünder Portugal hat nach seinen jüngsten Sanierungsbemühungen am Mittwoch frisches Kapital zu niedrigeren Zinsen als zuletzt erhalten.

Das ärmste Land Westeuropas brachte am Kapitalmarkt kurzläufige Staatsanleihen im Gesamtwert von 1,157 Milliarden Euro unter. Wie die portugiesische Schuldenagentur (IGCP) in Lissabon mitteilte, wurde zunächst eine dreimonatige Anleihe sogenannter «Bilhetes do Tesouro» mit einem Volumen von 985 Millionen Euro platziert. Im Vergleich zur letzten entsprechenden Ausgabe (4,967 Prozent Anfang August) fiel die Rendite auf 4,854 Prozent. Für Anleihen mit sechsmonatiger Laufzeit im Gesamtwert von 172 Millionen Euro betrug die Durchschnittsrendite unterdessen nach Angaben von Marktteilnehmern 4,989 Prozent. Die beiden Emissionen seien jeweils 1,8- und 7,2-fach überzeichnet gewesen, hiess es. Die internationalen Geldgeber hatten dem Euro-Land Portugal vergangene Woche Erfolg bei den bisherigen Massnahmen zur Sanierung der Finanzen bescheinigt. Mit der positiven Bewertung der Europäischen Union, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäische Zentralbank wurde für Portugal der Weg frei für den Erhalt einer neuen Tranche des 78 Milliarden Euro schweren Hilfspakets.

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