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Schuldenschnitt auf griechische Staatsanleihen bei 50 Prozent Regelung für Banken-Rekapitalisierung in Schlussfolgerungen

Brüssel Vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs vom Mittwochabend, sind erste Details zu möglichen Einigungen durchgesickert.

So zeichnen sich ein Schuldenschnitt für Griechenland bei rund 50 Prozent und eine Lösung für die Banken- Rekapitalisierung ab. Auf ihrem Treffen am frühen Mittwochabend in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder beschliessen, dass die Banken bis Mitte des kommenden Jahres ihre Kernkapitalquote auf neun Prozent erhöhen sollen, wie aus einem Entwurf für die Abschlusserklärung des Treffens hervorgeht, der am Mittwoch der Nachrichtenagentur afp vorlag. Durch diesen erhöhten Risikopuffer sollen die Banken gegen die Auswirkungen eines angestrebten Schuldenschnitts für Griechenland geschützt werden. Wie bereits im Vorfeld angedacht, sollen die Banken zuerst selbst versuchen, das benötigte Geld auf den Märkten zu besorgen. Bis dahin sollen sie «Einschränkungen» bei der Auszahlung von Dividenden und Bonuszahlungen unterliegen. Scheitern die Banken dabei, sich neues Kapital zu besorgen, sollen die nationalen Regierungen und im Fall von Banken aus Euro-Ländern der aktuelle Euro-Rettungsschirm EFSF mit Kapitalspritzen bereitstehen. Beim Schuldenschnitt auf griechische Staatsanleihen «wird man sich auf einen Abschlag von nominal 50 Prozent einigen», sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Auf einen geringeren Abschlag werde sich die Politik nicht einlassen. Um zu vermeiden, dass der Schritt als Staatspleite gewertet wird, muss der Verzicht auf freiwilliger Basis erfolgen. Für eine Einigung noch am Mittwoch dürfte die Zeit kaum reichen. «Die Einzelheiten des endgültigen Vorschlags und die Alternativen (aus denen die Banken auswählen können) werden in den nächsten Tagen ausformuliert», sagte ein hochrangiger Banker.

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