Zum Hauptinhalt springen

Schraubenhändler Bossard schrammt nur knapp an Rekordgewinn vorbei

Die nachlassende Wirtschaftsdynamik hat den Schraubenhändler Bossard eingeholt.

Wegen der Flaute im zweiten Semester schrammte der Zuger Konzern im vergangenen Jahr nur knapp am Rekordgewinn von 2010 vorbei. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 44,8 Millionen Franken. Das sind nur unwesentliche 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Bossard am Mittwoch bekannt gab. Ohne die Aufwertung des Frankens hätte der Konzern 5,2 Prozent mehr verdient. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich indes um 6,3 Prozent auf 50,3 Millionen Franken. Das sei ein neuer Rekord in der 180-jährigen Firmengeschichte, hiess es. Während Europa und Asien die hohe Ertragskraft zu halten vermochten, konnte sie in Amerika ein weiteres Mal gesteigert werden. Die Betriebsgewinnmarge habe mit 11 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt habe man ein exzellentes Ergebnis erzielt. Leicht weniger Umsatz Gebremst wurde der Konzern durch die Schuldenkrise und die Franken-Stärke. Diese hätten zu einer Wachstumsabschwächung in wichtigen Märkten geführt und nicht nur bei Bossard, sondern auch bei den Kunden ihre Spuren hinterlassen. Der Umsatz schrumpfte wegen des harten Frankens um 0,9 Prozent auf 473,5 Millionen Franken. In Lokalwährungen seien die Erträge dagegen um 9 Prozent gestiegen. Damit habe Bossard nur knapp das eigene Ziel eines zweistelligen Wachstums verfehlt. Zwar sei man bis Mitte Jahr mit einem Umsatzplus in Lokalwährungen von 14,6 Prozent ausgezeichnet auf Kurs gelegen. Bereits damals seien jedoch in Asien die ersten Vorzeichen einer Abschwächung zu beobachten gewesen. «Dies akzentuierte sich im dritten Quartal, in dem auch in Europa klare Bremsspuren bei unseren Kunden zu spüren waren.» Ein Lichtblick sei indes der nordamerikanische Markt geblieben, wo das starke Wachstum der ersten Jahreshälfte weitergegangen sei. Ziele zurückgeschraubt «Forciertes Wachstum steht in den nächsten Jahren weiterhin im Zentrum unserer Zielsetzungen», schreibt Bossard. 2009 hatte der Konzern sich vorgenommen, bis 2015 den Umsatz auf 800 Millionen Fr. verdoppeln zu wollen. Um dies zu erreichen, wäre ein zweistelliges Wachstum pro Jahr nötig. Wegen der Währungsentwicklungen schraubt Bossard jetzt aber die Ziele herunter. Bis 2015 werde neu ein Umsatz von 700 Millionen angepeilt, sagte Konzernchef David Dean gemäss der Nachrichtenagentur AWP auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. «Für das laufende Geschäftsjahr 2012 sind wir vorsichtig optimistisch und rechnen aufgrund der kurzfristig wohl kaum überwindbaren weltweiten Unsicherheiten grundsätzlich mit einer tieferen Nachfrage.» Insgesamt strebe man dennoch ein Umsatzplus in Lokalwährungen von 5 bis 8 Prozent an, sagte Finanzchef Stephan Zehnder.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch