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Schlecker nimmt vorläufig normalen Betrieb wieder auf Insolvenzverwalter nimmt nun Privatvermögen Schleckers ins Visier

Berlin Die Läden der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker haben wieder ihren vollen Betrieb aufgenommen.

Nach der Einigung mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, und anderen grossen Lieferanten habe nun «die Sanierung Priorität», erklärte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Montag. Bei der Sanierung stehe für die Schlecker-Familie und das Management der Erhalt «möglichst vieler Arbeitsplätze in einem zukunftsfähigen Unternehmen» im Vordergrund, erklärte Geiwitz weiter. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sprach gleichwohl von einer «dramatischen Situation», da mehr als 30'000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden. «Wir werden uns als Gewerkschaft mit aller Kraft für die zigtausend Kolleginnen und Kollegen einsetzen», erklärte er in Berlin. Insolvenzverwalter auch mit Zugriff auf Privatvermögen Geiwitz betonte, die Pleite von Schlecker bedeute auch die Privatinsolvenz von Firmengründer Anton Schlecker. Da Geiwitz am Montagmorgen nach eigenen Angaben vom Amtsgericht Ulm zum sogenannten vorläufigen starken Insolvenzverwalter ernannt worden ist, erhält er nun Zugriff auf das komplette Vermögen Schleckers. Die Tochter des Firmengründers, Meike Schlecker, wies am Montag jedoch Berichte zurück, es bestehe ein grosses Familienvermögen. Die Familie habe «keine wesentlichen privaten Vermögen mehr», erklärte sie. Das Geld habe die Familie in den vergangenen Jahren zur Stabilisierung in das Unternehmen gesteckt. Schlecker hatte am Montag vergangener Woche offiziell Insolvenzantrag gestellt. Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz beantragte am Donnerstag Insolvenz. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten nun für bis zu drei Monate Insolvenzgeld, welches von der deutschen Arbeitslosenversicherung bezahlt wird.

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