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Saab verzehnfacht Verlust im ersten Halbjahr

Stockholm Der schwedische Autobauer Saab hat im ersten Halbjahr 2011 ein Minus von 201,5 Millionen

Euro vor Steuern eingefahren, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Das ist fast zehnmal so hoch wie der Verlust von 21,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2010. Von Januar bis Juni liefen im Saab-Werk in Trollhättan lediglich 1989 Autos vom Band - im Vorjahreszeitraum waren es noch 9497 gewesen. Der Chef von Saab-Eigentümer Swedish Automobile, Victor Muller, erklärte, er sei weiterhin auf der Suche nach neuem Kapital. Er prüfe alle Optionen, um Saab zu erhalten. Sehr weit in die Zukunft könne aber auch er nicht schauen. Saab steht vor der endgültigen Pleite. Muller erwägt mittlerweile, Gläubigerschutz zu beantragen. Die Traditionsfirma, ehemalige Tochter des US-Konzerns General Motors, schreibt schon seit Jahren rote Zahlen. Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker - heute Swedish Automobile - hatte Saab im vergangenen Jahr für 400 Millionen Euro übernommen, konnte das Steuer trotz Finanzspritzen neu gewonnener chinesischer Partner aber nicht herumreissen. Die Bänder des Werkes in Trollhättan stehen seit April meist still, weil die Zulieferer wegen unbezahlter Rechnungen nicht mehr liefern. Im August konnte das Unternehmen seinen noch 3700 Beschäftigten zum dritten Mal den Lohn nicht zahlen.

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