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Ringier übernimmt Admeira komplett – 25 Jobs fallen weg

Die Werbevermarkterin muss weiter Federn lassen: Die Swisscom steigt aus und verkauft ihren 50-Prozent-Anteil. Zugleich wird Admeira restrukturiert.

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Admeira seit einiger Zeit arg gebeutelt: Blick auf Firmenlogo in Bern.
Admeira seit einiger Zeit arg gebeutelt: Blick auf Firmenlogo in Bern.
Peter Schneider, Keystone

Das Unternehmen Admeira konzentriere sich künftig auf die Vermarktung von TV-Werbung, teilte Ringier am Donnerstag mit. Die Vermarktung der Printmedien und aller digitalen, journalistischen Plattformen geht zurück an Ringier. Das führt auch zu einem Stellenabbau: Insgesamt werden 25 der aktuell 278 Arbeitsplätze 2020 gestrichen.

Bereits vor einem Jahr waren bei der Werbeallianz 17 Stellen verloren gegangen. Auch auf Managementebene gibt es Veränderungen: Bertrand Jungo, seit drei Jahren CEO Admeira, wechselt in den Verwaltungsrat. Ab dem 1. März übernimmt der bisherige Vermarktungschef (Chief Commercial Officer) Frank Zelger die operative Verantwortung.

Grosser Wirbel zu Beginn

Admeira war ursprünglich als Werbeallianz von Swisscom, Ringier und der SRG gegründet worden und legte vor vier Jahren los. Die Vision bei der Ankündigung war gross: Gemeinsam wollte man neue Werbeformen und -technologien entwickeln und gegen ausländische Online-Riesen wie Google, Facebook und Youtube antreten. Die Reaktion der Branche damals war heftig: Im Zerwürfnis trat Ringier aus dem Verlegerverband aus.

Heute ist von alldem nicht mehr viel übrig. Ringier ist zurück im Verlegerverband. Vor allem aber wurde das Angebot von Admeira stark gestutzt.

«Crossmediale Angebote und die Rahmenbedingungen für zielorientierte Werbung haben sich jedoch nicht so entwickelt, wie vor vier Jahren angenommen werden durfte,» liess sich Swisscom-Chef Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren. Die Rolle von Swisscom als Technologiepartnerin sei dadurch limitiert.

Die SRG hatte bereits 2018 im Rahmen eines Sparprogramms ihre Anteile verkauft. Admeira vermarktet aber weiterhin Werbung für die SRG-Sender – die SRG bleibt auch jetzt wichtigste und langfristigste Inventargeberin.

(SDA)

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