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Razzien der EU-Wettbewerbshüter bei Finanzinstituten

Brüssel Die EU-Kommission verdächtigt mehrere europäische Geldhäuser der Manipulation beim Handel mit Wertpapieren und hat sie deswegen seit Dienstag durchsucht.

Möglicherweise sei das EU-Wettbewerbsrecht verletzt worden, erklärte die Behörde am Mittwoch in Brüssel. Konkret gehe es um den Handel mit Wertpapieren, für die der sogenannte Euribor einen Referenzwert darstellt. Euribor steht für «Euro Interbank Offered Rate» und gibt den Zinssatz für Termingelder wieder, die sich Banken untereinander gewähren. Einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge gehen die Wettbewerbshüter dem Verdacht nach, die Banken könnten versucht haben, den Zinssatz zu manipulieren. Die Kommission nannte die betroffenen Finanzinstitute - wie in solchen Fällen üblich - nicht beim Namen und verwies darauf, dass es für den Verdacht noch keinen Beweis gebe. Sollten die Vorwürfe aber belegt werden, drohen den Geldhäusern Bussen bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Der Europäische Bankenverband (EBF) wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück. «Wir haben nichts zu verbergen», hiess es in einer Mitteilung. Das Euribor-System werde transparent gemanagt, erklärte der Verband weiter und bot der EU-Kommission die Kooperation an, da die Behörde «vielleicht kein genügendes Verständnis» der Transaktionen besitze.

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