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Privatbankengruppe EFG International verordnet sich Schlankheitskur

Die international tätige Privatbankengruppe EFG International, dessen Profitabilität in der Finanzkrise zusammenbrach und die letztes Jahr zudem hohe Abschreiber machen musste, peilt schlankere Strukturen an.

Die Zahl der Angestellten soll um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Heute beschäftigt EFG nach eigenen Angaben in dreissig Ländern rund 2500 Angestellte. Im Zuge der Reorganisation, welche die Kosten um jährlich 35 Millionen Fr. drücken sollen, werden auch Geschäftsstellen und Buchungszentren geschlossen, wie es am Dienstag in einem Communiqué hiess. Derzeit betreibt EFG International 18 Buchungszentren und über 50 Niederlassungen. Geschlossen werden laut Communiqué insbesondere die EFG Bank in Schweden sowie die Niederlassungen in Dubai und Abu Dhabi. Das Vermögensverwaltungsgeschäft von EFG International sei profitabel und gehöre punkto Akquisition neuer Kundengelder zu den besten der Branche, schreibt die Privatbankengruppe weiter. Allerdings seien die Stärken von EFG International in den letzten Jahren durch Fehlentwicklungen überschattet worden, zu welchen Investitionen ausserhalb des Kerngeschäfts gehörten. Ihre Asset-Management-Sparte EFG Financial Products will die Bankengruppe denn auch abspalten und an die Börse bringen. Der Zeitpunkt des Börsengangs sei von den Marktbedingungen abhängig, heisst es im Communiqué. Die Kosten der angekündigten Restrukturierungen werden sich laut EFG International im laufenden Jahr auf rund 50 Millionen Fr. belaufen. Zudem muss gleichzeitig Goodwill von 250 Millionen Fr. abgeschrieben werden. Dies wird sich negativ auf die Jahresrechnung der Privatbankengruppe auswirken.

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