Zum Hauptinhalt springen

Patrick Odier tritt als Präsident der Bankiervereinigung zurück

Nach sieben Jahren an der Spitze der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) gibt deren Präsident Patrick Odier sein Amt ab.

Nach sieben Jahren: Patrick Odier tritt zurück. (17. September 2015)
Nach sieben Jahren: Patrick Odier tritt zurück. (17. September 2015)
Keystone

Patrick Odier, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), habe sich entschlossen, sich am Bankiertag vom 15. September nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen.

Das teilte die SBVg am Montag im Anschluss an eine Sitzung des Verwaltungsrats mit. Der Verwaltungsrat habe mit Bedauern und Verständnis zur Kenntnis genommen, dass Odier in Zukunft mehr Verantwortung für die Entwicklung der eigenen Bank übernehmen wolle. Eine Findungskommission des Verwaltungsrates sei mit der Suche nach einem Nachfolger beschäftigt, hiess es.

Der 61-jährige Odier ist Präsident des Verwaltungsrats der Bank Lombard Odier & Cie sowie Seniorpartner und geschäftsführender Teilhaber der Lombard-Odier-Gruppe. Daneben ist er einer von drei Vizepräsidenten des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse.

Sieben Jahre an der Spitze der SBVg

Den Posten an der Spitze der Bankiervereinigung hatte Odier 2009 von Pierre Mirabaud übernommen. Zu einem Zeitpunkt, als die globale Finanzkrise langsam abebbte und die Schweiz immer stärker unter internationalen Druck geriet, in Steuersachen neue internationale Standards anzuwenden.

Odier setzte sich während seiner Amtszeit für eine Verbesserung der Reputation des Finanzplatzes ein. Dazu brauche es «ein hohes ethisches Verhalten jedes Bankiers» sowie wieder «mehr Bankiers und weniger Banker», hatte er beim Amtsantritt gesagt.

Jüngst hatte Odier in einem Zeitungsinterview vom Bundesrat mehr Werbung für die Schweizer Finanzindustrie im Ausland gefordert. In der Vergangenheit habe der Bund vor allem den Werkplatz vermarktet. Insbesondere in Sachen Freihandelsabkommen könne der Bundesrat mehr tun, sagte Odier Ende Januar in einem Interview mit der Zeitung «Nordwestschweiz».

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch