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Opel baut Astra nicht mehr in Deutschland Konzentration auf Polen und Grossbritannien

Rüsselsheim Opel baut sein wichtigstes Modell Astra ab 2015 nicht mehr in Deutschland: Nachdem die Arbeiter im britischen Werk Ellesmere Port dem Sparplan des Managements zugestimmt haben, wird die neue Generation des Kompaktwagens nur noch dort und im polnischen Werk Gleiwitz (Gliwice) gefertigt.

Bislang läuft der VW-Golf-Rivale auch im Opel-Stammwerk Rüsselsheim vom Band. «Die Entscheidung für Ellesmere Port wurde durch einen neuen Tarifvertrag ermöglicht, dem die Belegschaft dort gestern zugestimmt hat», erklärte Opel am Donnerstag. Ellesmere Port und Gleiwitz sollen dann im Dreischichtbetrieb voll ausgelastet sein und profitabel arbeiten. Die Opel-Mutter General Motors will bei ihrer Europa-Tochter die Kosten kräftig senken, um den Verluste schreibenden Autobauer in die schwarzen Zahlen zu bringen. Voraussetzung für den Bau des Astra in Ellesmere Port war, dass die dortigen Arbeitnehmer Lohnkürzungen, mehr Zeitarbeitern und weiteren Auslagerungen zustimmen. Drohung mit Schliessung Ein hochrangiger Gewerkschaftsvertreter aus dem Werk in Grossbritannien sagte, «das Management hat gesagt, akzeptiert diese Forderungen oder das Werk wird geschlossen». 94 Prozent hätten dem Sparpaket dann zugestimmt. Nun habe Ellesmere Port eine Perspektive bis 2020. Zur Zukunft des Stammwerks Rüsselsheim, das die Astra-Fertigung verliert, will Opel bald Gespräche mit den Arbeitnehmern aufnehmen. Opel will mit Einsparungen bis 2016 in die Gewinnzone kommen. Als Hersteller von Autos für den Massenmarkt leidet die Marke mit dem Blitz wie andere Volumenhersteller unter dem massiven Absatzrückgang in Südeuropa und kann ihre Werke kaum beschäftigten. Längere Arbeitszeiten Auf der Agenda des Managements stehen nach Angaben von Arbeitnehmern daher Forderungen nach einem Verzicht auf Lohnbestandteile und längere Arbeitszeiten. Zudem soll der Anteil der Leiharbeiter erhöht werden. Bei den Tariferhöhungen, über die die Gewerkschaft IG Metall derzeit mit den Arbeitgebern in der deutschen Metall- und Elektroindustrie verhandelt, sollen die Opel-Arbeiter leer ausgehen.

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