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Olympus will gegen Verantwortliche in Bilanzskandal vorgehen

Tokio Der in einen Bilanzskandal verwickelte japanische Kamerahersteller Olympus will gegen frühere und amtierende Führungsmitglieder sowie Bilanzprüfer vorgehen.

Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass ein internes Gremium geschaffen werde, um die Verantwortung der betroffenen Manager für die Vertuschung von Verlusten aus Anlagegeschäften zu prüfen. Zuvor hatte eine vom Management berufene unabhängige Ermittlungskommission ihren Bericht vorgelegt, wonach der Konzern Verluste von 134,8 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Franken) verschleiert habe. Olympus hatte die Verluste aus Anlagegeschäften in den 90er Jahren dabei mit überhöhten Zahlungen bei Übernahmen vertuscht, anstelle sie in der Bilanz zu verbuchen. Drahtzieher des Betrugs seien der frühere Vize-Präsident Hisashi Mori und der frühere Rechnungsprüfer Hideo Yamada unter Führung der damaligen Präsidenten Masatoshi Kishimoto und Tsuyoshi Kikukawa gewesen, hiess es in dem Untersuchungsbericht. Nach Informationen der japanischen Wirtschaftszeitung «Nikkei» will Olympus jetzt rechtliche Schritte ergreifen. Der aktuelle Chef Shuichi Takayama entschuldigte sich am Mittwoch vor der Presse für die laxe Unternehmensaufsicht.

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