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Moody's warnt vor hoher Verschuldung von Chinas Provinzen

Peking Die hohe Verschuldung der chinesischen Regionen und Gemeinden ist nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's ein grosses Risiko für die Banken der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft.

Die Schulden der öffentlichen Hand in den Provinzen fielen um umgerechnet 370 Milliarden Euro höher aus als zuletzt von der zuständigen Aufsichtsbehörde geschätzt, teilte Moody's am Dienstag mit. Sollte die Regierung in Peking keine Strategie vorlegen, wie sie mit dem Problem umgehen wolle, könnte das die Banken belasten. Zudem drohe eine Zunahme an ausfallgefährdeten Krediten. Experten befürchten, dass die hohe Verschuldung der Kommunen die chinesische Wirtschaft langfristig in Schieflage bringen könnte. Zwar gilt es als wahrscheinlich, dass die Führung in Peking eingreift und im Zweifelsfall die Verluste der Regionalregierungen zumindest zum Teil übernimmt. Sollten die Banken aber auf hohen Verlusten sitzenbleiben, könnte das die Kreditvergabe an die Wirtschaft stark belasten. Die zuständige Aufsichtsbehörde hatte erst vor wenigen Tagen eine Übersicht über die Verschuldung der Kommunen vorgelegt und erste begrenzende Vorgaben gemacht. Vor allem die Zweckgesellschaften gelten als Problem, weil sie häufig intransparent sind. Doch die von der Behörde veranschlagte Schuldensumme von umgerechnet 1,14 Billionen Euro gilt bei Experten als zu gering. Andere Regierungsstellen wie die Zentralbank haben zudem zuletzt höhere Zahlen genannt. Moody's verglich nach eigenen Angaben für seine Studie verschiedene offizielle Daten.

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